Montag, 3. März 2014

Jost siegt am Lago di Orta! Il Memorial don Angelo Villa 2014 parla tedesco!

Siegerehrung in Orta: Jost on top!
Jost hat gestern wieder eindrucksvoll seine Stärke bei Langstreckenrennen unter Beweis gestellt: mit einem klasse Rennen konnte er die 9. Auflage des Memorial Don Angelo Villa gewinnen und sogar mit einem Preisgeld die Haushaltskasse aufbessern. Er konnte mit einem Vorsprung von 14 Sekunden vor seinem Trainingspartner Jason Osborne und 31 Sekunden vor dem italienischen Altmeister Elia Luini siegen. Luini verhinderte dann ein rein deutsches Podium, denn Matthias kam auf Platz vier ins Ziel. Ein weiteres Ergebnis, das auf dem Rückweg an die Spitze Mut macht! Hinter Matthias dann auf Platz fünf der Lokalmatador und siebenfache Weltmeister Stefano Basalini, bei dem wir uns für die super Organisation und die tolle Unterstützung bedanken möchten!  Hier der LINK zum Ergebnis.
Panorama Lago, die Isola hinten links
Das Wochenende in Orta hatte etwas ernüchternd begonnen, denn bei der Anreise war man sofort von dem malerischen Ort, der wie ein großes Freilichtmuseum wirkt, begeistert. Aber das Wetter und der Lago di Orta zeigten sich von der unfreundlichen Seite: Wind, Regen, Wellen, Tristesse. Bei einem netten Mittagessen überzeugten einen aber dann die italienischen Kollegen, dass am Renntag alles super sein würde und so war es! Blendender Sonnenschein und glattes Wasser bereiteten eine hervorragende Kulisse für das Massenstartrennen der sechzig Einer auf dem "eckigen" 6km-Kurs. Jost und Matthias starteten mit den anderen Favoriten aus der ersten Reihe und nachdem diese auf dem Wasser sortiert war, ging es los. Obsorne vorne, Jost dahinter und dann überraschenderweise Matthias vor der jagenden Meute italienischer Leichtgewichte. Nach 1600m der erste 100° Knick der Strecke und hier ein fabelhaftes Einer-Domino: ein jeder schob den vorherrudernden mit seinem Bugball um die Ecke... Ab dem Knick dann 2000m bis zur prächtigen Isola San Giulio, hier dann Josts
An der Isola: Jost, Matthias, Osborne, Luini
entscheidener Angriff. Mit einem brillianten Rythmus kann er Osborne überholen der sich zudem Matthias und Elia Luini erwehren muss. An der Isola Jost schon mit entscheidendem Vorsprung (s. Photo). Die Ecke an der Isola nimmt Jost unbedrängt als erstes. In dem Dreierpaket dahinter ist Matthias (im Photo li.) der Leidtragende. Auf der Außenbahn verliert er wieder eine gute Länge auf Luini (im Photo re.). Ab der Boje vor dem Ort wird das Rennen von vielen Fans am Ufer frenetisch begleitet und hier kann Jost sich immer weiter absetzen, während Matthias etwas Federn lassen muss und Osborne/ Luini ziehen lassen muss. Alle sind aber
Geschafft! Jost im Ziel (Bilder: www.canottierilagodorta.it)
stehend k.o. Der Massenstart führt dazu, dass man das Rennen im Spurt mit 105 % beginnt und sich gegen Ende irgendwie retten muss... Das gelingt Jost bei der Einfahrt in die Zielbucht am besten, vier Längen Vorsprung bringt er vor Jason Osborne ins Ziel, Luini weitere 17 Sekunden hinter Osborne, Matthias 9 Sekunden hinter Luini.
Jost ist bei der Siegerehrung überglücklich, hier "großer Bahnhof" mit allen Größen der Lokalpolitik, und Ruderlegende Agosto Abbagnale als Präsident des italienischen Ruderverbandes überreicht die Siegpreise. Bei der Siegerehrung auch, außergewöhnlicherweise, die Nationalhymne und die deutsche erklingt zweimal, denn auch Kathrin Morbe aus Trier tut es Jost gleich und gewinnt das Rennen der Frauen, Platz zwei hier ebenfalls nach Deutschland: Lena Olbrich aus Erlangen sichert sich diesen. Fazit der Website des Ausrichters: "Il Memorial don Angelo Villa 2014 parla tedesco!". Dem ist nichts hinzuzufügen!
Für Jost hat sich die Italienreise also mehr als gelohnt, ein starkes Trainingslager mit den DRV-Leichtgewichten in Sabaudia (Bericht folgt) wurde gekrönt vom Sieg und einem schönen Wochenende in Orta. Danke noch einmal an "Basa" für die Unterstützung, wir kommen gerne wieder!

Hier noch ein paar Eindrücke aus Orta:

Die Isola San Giulio vor unserem Hotel, Wendepunkt im Rennen
Orta San Giulio: enge Gassen oder...
...alternativ: niedrige Gassen.
Die Piazza
"Baumhaus"

Kirchen prägen das Stadtbild

1 Kommentar:

Andreas Steinel hat gesagt…

Sehr schön ihr beiden! Glückwunsch und weiter so!