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Dienstag, 2. April 2019

Rückblick auf's Cape Epic und eine verrückte Zeit

Hallo zusammen, hier nun der Rückblick auf eine verrückte Zeit in Südafrika... Viele von Euch werden Matthias' Reise und das Cape Epic im Zeichen von "wirfueryannic" mitverfolgt haben, hier aber nun noch einmal ein ausführlicher Blick zurück und auch noch eine Auswahl an Photos!

Vorfreude im Flieger!
Los ging die Reise für mich und Markus Neuner am 13.04. und es war eine Reise ins Ungewisse, das Cape Epic schien immer sehr fern und nun sollten wir daran teilnehmen! Schon im Flugzeug ein erster Fingerzeig, was uns erwarten würde. Denn neben uns waren viele spanische Teams an Bord und unter anderem auch die Titelverteidiger in der Masters-Wertung (40 Jahre aufwärts), die ex-Profis Jose Hermida und Joaquim Rodriguez. Am Flughafen dasselbe Spiel: Bikebags überall! Also war klar: "this thing is HUGE!"
Kapstadt empfing uns mit viel Sonne, welche Wohltat nach dem grauen Winter! Weiter dann mit Hilfe von "Onkel Günni" zur Unterkunft und erste Kontaktaufnahme zu Bill. An dieser Stelle schon an beide ein Riesendankeschön! Solche Hilfe ist mit Geld nicht zu bezahlen!
Nachdem das mit der Wohnung auch flott und geschmeidig klappte, ging's voller Euphorie ans Räder montieren und gleich auf eine erste Erkundungsrunde Richtung Tafelberg-Trails! Ein kleiner Dämpfer war hier der Linksverkehr und der Stadtverkehr in Kapstadt, aber sobald man auf den Trails war, war das auch vergessen. Recht flott war auch die Prologstrecke gefunden und wir machten erste Bekanntschaft mit einem sehr losen Untergrund den wir in den kommenden Tagen noch öfter verfluchen sollten. Ansonsten Fazit über die Strecke: "tough"! Ordentliche Uphills, dann Teer-Geballer und dann aber zur Entschädigung ein Traum von Downhill!
Here we go! Start des Prologs!
Dementsprechend motiviert ging's dann auch am Sonntag zum Start und zur Premiere unserer orange-gelben wirfueryannic-Trikots! Denn bei allem sportlichen Wettkampf, es ging ja auch darum die Initiative und das Thema "Depression" bekannt zu machen und ins Gespräch zu bringen! Riesiges Treiben am Startgelände an der Uni von Kapstadt und Team wirfueryannic mittendrin! Gleich hinter den Profi-Frauen würde es für uns auf die Strecke gehen! Und dann ging's los, und wie! Schon bald hinter dem Uni-Gelände waren die vor uns gestarteten Israelis eingesammelt und dann ging es angetrieben von Markus Maschine in die Uphills, ich konnte kaum folgen, aber irgendwann war die Teerstraße erreicht und dann hieß es treten, treten, treten bis zum Schlussdowhnhill. Hier ein kleiner Patzer von mir der uns dann am Ende an der 55min-Marke scheitern ließ, aber alles in allem ein top-Auftakt auf Rang 54. der Männerklasse (76. gesamt).
Unser "Zuhause"
Per Bus ging's dann in erste Race-Village nach Hermanus, hier ging das Staunen gleich weiter: perfekte Organisation, keine Wartezeiten, an alles gedacht! Und so ging's dann in die erste Nacht im Zelt, eines der "Wahrzeichen" des Cape Epic ist die große Zeltstadt in der die (meisten) Fahrer übernachten. Aber das Race-Village ist eben nicht nur die Zeltstadt, sondern auch die Zentrale des Rennens mit allen Installationen (Start/Ziel, Bikewash, Bikepark), dann natürlich alles, was es an Sanitäreinrichtungen/ Duschen braucht, das Medizin-Zentrum, dazu ein riesiges Essenszelt und die "Chillout-Area" für die Fahrer und die Präsentationen der Sponsoren... In Summe sehr beeindruckend! Ebenso beeindruckend: morgens um 5 Uhr Wecken per Dudelsackspieler! Man glaubt's nicht, es ist aber so... So schält man sich dann aus seinem Schlafsack und die Morgenroutine nimmt ihren lauf und um 7 Uhr geht's dann auf die Strecke! Genaugenommen für Markus und mich um 7:05 Uhr im ersten Startblock nach den Profis.
Platt nach Etappe 1
Die erste Etappe war zugleich die längste, aber das Profil sah "machbar" aus, aber da hatten wir uns getäuscht und die Rechnung ohne den Untergrund und viele kleine, fiese, steile Weinbergsrampen gemacht. Es wurde ein langer harter Tag und am Ende waren wir einfach nur froh im Ziel zu sein. Selbst ein Singletrail am Ende wurde verflucht, da man durch das Geschlängel einfach dem Ziel nicht näher kam... Aber jut, am Ende kamen wir an und konnten uns in der Gesamtwertung noch gerade unter den Top 100 halten.Faszinierend an dieser Etappe: über 112km kam außer dem Start-/ Zielort Hermanus keine einzige Ortschaft in unseren Blick!   

rauhes Geläuf auf Etappe 3...

...aber auch Spitzen-Trails!
Für die zweite Etappe nahmen wir uns vor etwas mehr unser eigenes Tempo zu fahren und der Konkurrenz weniger Aufmerksamkeit zu schenken (und der Landschaft vielleicht etwas mehr) und so kamen wir auch deutlich besser zum zweiten Etappenort Oak Valley. Auf dieser Etappe gab es dann auch erste Singletrail-Häppchen die viel Flow in sich hatten und nicht nur pure Arbeit verlangten. Pure Arbeit wurde dann aber auf Etappe 3 über den Groenlandsberg verlangt. Der Groenlandsberg war mit 1000m Höhe das "Dach" des Cape Epic und bietet eine faszinierende Mondlandschaft aus Geröll. Hier hatte ich gut zu kämpfen, um Markus so halbwegs folgen zu können und zudem machten die äußeren Bedingungen mit kühlem Nebel, Wind und Regen das Rennen zusätzlich schwer. Das war wirklich harte Arbeit, aber auf den letzten 10km wurde man noch einmal mit einem super Trail für die Mühen belohnt, das war Freude pur!
Trails, Trails, Trails, aber
auch viel Mühe beim Zeitfahren
Trails von noch viel feinerem Kaliber standen dann im Mittelpunkt beim Zeitfahren über 43km am Mittwoch! Es war einfach unglaublich! Ein wahrer Spielplatz für Mountainbiker, kilometerlange für's Mountainbiken gebaute Trails! Leider fiel mir das an dem Tag etwas schwer zu genießen, da ich Markus' Tempo kaum mitgehen konnte und von Anfang an im roten Bereich war. Erschwert wurde das Ganze dadurch, dass sich an meinem Rad erste Verschleißerscheinungen zeigten und ich das ein oder andere Mal zum Stop gezwungen wurde. Für mich auch im Kopf eine der härtesten Etappen obwohl sie die kürzeste war, hier zeigte sich die Zusatzherausforderung des Cape Epic Reglements: man muss eben als Zweier-Team fahren (gut, es sind 2 min Abstand erlaubt), wenn man da strauchelt oder einen schwachen Tag hat wird's stressig...
Dennis und Bernd am Patienten
Trikotübergabe mit
Vinzent Dorn
Am Nachmittag nach dem Zeitfahren war dann bei mir Boxenstopp angesagt! Dankenswerterweise bot sich das Centurion-Vaude-Team an, meinen Rahmen einmal zu begutachten der doch am Hinterbau erste deutliche Verschleißerscheinungen zeigte! Teamchef Bernd und Mechaniker Dennis gelang es den Rahmen wieder hinzukriegen. Vielen Dank dafür! Zudem gab es dann noch eine Überraschung: Teamfahrer Vinzent Dorn stammt aus Freiburg und kannte Yannic und kennt wirfueryannic-Vorstand Philipp, so ergab sich ein kleiner Smalltalk und am Ende überreichte Vinzent mir noch ein Centurion-Vaude Teamtrikot! Top, wenn die Initaitive wirfueryannic so bekannt ist und ebenso top, wenn man so einen super Support von einem Profiteam erhält!
Alles wow!
Das runderneuerte Material war aber auch dringend nötig, denn am Freitag wartete dann die "Königsetappe" (wegen 50hm mehr Anstieg als die Groenlandsbergetappe) nach Stellenbosch. Hier erwischten wir einen Top-Tag und waren in gutem Tempo unterwegs und konnten im Ergebnis den Dämpfer vom Zeitfahren wieder etwas korrigieren. Zudem konnten wir hier endlich einmal die unglaubliche Landschaft etwas genießen und uns auf den Trails austoben. Außerdem konnten wir an diesem Tag einige Prominente beim Radeln beobachten: das führende Frauenteam mit den beiden Weltmeisterinnen Annika Langvard und Anna van der Breggen (auch Olympiasiegerin Straße) fuhr diesmal lange mit uns (deswegenw aren wir hier auch prominent im Livestream vertreten), ebenso der dreifache Straßenweltmeister Oskar Freire. Auch wenn die Etappe lang und hart war, das war schon ein ziemlich perfekter Tag!
nicht das Ende, das wir uns erhofften...
Noch perfekter sah es dann am Samstag aus, top Trails, top Tempo unsererseits und über weite Strecken eine gute Abstimmung im Team sollten uns zu unserem bis dato besten Etappenergebnis führen... ABER dann der große Knall! In der Einfahrt zur letzten Abfahrt verschätze ich mich, touchiere einen Baum mit meinem Lenkerende und komme bei hoher Geschwindigkeit zu Fall. Ein stechender Schmerz von der Rückseite der rechten Schulter lässt nichts gutes erahnen und in der Tat, an Weiterfahren ist nicht zu denken. Ergebnis futsch. Markus kann sich aber immerhin als Einzelfahrer im Rennen um die Finisher-Medaille halten. Für mich geht's per Krankenwagen zum Röntgen und hier wird ein gebrochenes Schulterblatt diagnostiziert.
Markus im Ziel
mit Finisher-Medaille!
Markus brachte die letzte Etappe am Sonntag noch mit Bravour zu Ende und sicherte sich die Finisher-Medaille, jedoch steht auch für ihn leider keine Platzierung in der Ergebnisliste.
Super Panorama!

Strandfeeling, so gut's halt geht...
Die letzten Tage in Kapstadt waren dann noch (so gut es bei mir ging) der Erholung gewidmet, insbesondere die "richtigen Betten" wurden intensiv genutzt. Aber auch Sonne, Strand und die Stadt genossen. Wie schon in den Tagen vor dem Rennen genossen wir die Stadt und die Stimmung sehr, ich denke, wir haben da (trotz des Riesenfluges) ein nettes Reiseziel entdeckt!

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle noch allen, die dieses Erlebnis ermöglicht haben bzw. mitgeholfen haben, dass alles so gut über die Bühne ging:

Hier noch in loser Übersicht einige Bilder aus der Woche...

Übersicht über die Strecke
Führungsarbeit im Singletrail...
Man @ work
Schnappschuss beim Training am Tafelberg
Race-Village von oben

TÜV geprüft?

Landschaft...

 Mal im Pulk...

Ausflug mit Bill nach Houts Bay vor dem Rennen

Das riesige Essenszelt, immer top versorgt!

"Regeneration"

Bag, äh back @ home...

Samstag, 16. März 2019

Team wirfueryannic gut gelandet und bereit!

So, nun die ersten Zeilen von Matthias und Markus aus Südafrika...
Das Team Wirfueryannic (zum Hintergrund des Projekts wirfueryannic siehe www.wirfueryannic.de!) ist am Donnerstag Vormittag gut gelandet. Räder und Gepäck sind ebenfalls gut angekommen. Soweit also Erleichterung! Also dann mit Hilfe von Bekannten von Markus zu unserem Appartement. Das ist auch top, an der Waterfront! Da wir gut in der Zeit lagen, sind wir direkt am Donnerstag zur ersten Biketour aufgebrochen und dann auch schnell auf die Prologrunde gestoßen die wir uns mal angeschaut haben. Das wird ein fürstlicher Warm-up... 20km mit knackigen Anstiege auf losem Schotter. An so etwas ist man überhaupt nicht gewöhnt wenn man aus dem deutschen Schmuddelwinter kommt! Heftig!
Am Freitag erst einmal eine Sightseeing Tour mit unserer Riesenhilfe Bill (unbezahlbar einen Local als Supporter zu haben!) nach Muizenberg, Chapman's Peak, Hout Bay. Sehr schön und dazu top Wetter! Am Nachmittag dann wieder radeln mit dem Versuch einen guten Weg zum Prologstart zu finden, ein wahnsinniges Unterfangen im Freitagsverkehr... Dann nochmal Training auf der Prologrunde. Am Abend dann Recovery-Burger mit Bill. Heute dann wurde es ernst: Registrierung und Erhalt des Starterpacks! Nun hocken wir hier und packen die Ruder-Bags und machen die Räder klar! Kann losgehen...
Morgen dann direkt Start nach den Profi-Frauen (11:20 Uhr Ortszeit / 10:20 Uhr dt. Zeit), sind gespannt! Ab morgen dann alle Infos über den Rennverlauf unter www.cape-epic.com oder unter der App "Epic Series", bleibt dran!

Sonntag, 6. Januar 2019

Matthias für wirfueryannic zum Cape Epic!

Matthias steht in diesem Frühjahr ein ganz besonderes Sporthighlight bevor: für die Initiative wirfueryannic e.V. wird er im März bei der "Tour de France der Mountainbiker", dem Cape Epic in Südafrika starten!
Wirfueryannic e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Aufklärung, Prävention und Hilfe rund um die Volkskrankheit Depression fördert. Der Verein unterstützt Sportteams und deren Gemeinschaft, die mit ihren sportlichen Aktivitäten auf psychische Erkrankungen aufmerksam machen und damit einen Beitrag zur Enttabuisierung von Depression leisten, nach dem Motto: "Wir bewegen uns für physische und psychische Gesundheit und fördern ein gesellschaftliches Umdenken im Umgang mit psychischen Erkrankungen. Beweg dich mit uns!" #letsbeatdepression 
Yannic Corinth (Bug) mit Jost, Matthias
und Lasse Antczak beim Weltcup 2012 in Luzern
(Bild: rudern.de/O.Quickert)
Der Verein widmet seine Arbeit unserem ehemaligen Bootspartner Yannic Corinth der sich am 6. Juni 2016 ohne Vorwarnung das Leben nahm. Er hinterließ neben seiner Familie einen fassungslosen Freundeskreis aus dem Ruder- und Radsport, der Yannic fest in seiner Mitte glaubte und mit ihm gemeinsam noch viele Pläne hatte. Zu den gemeinsamen Plänen gehörte unter anderem das Mountainbike Rennen Cape Epic 2017 in Südafrika, für das Yannic gemeldet war. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Ruderpartner Lars Wichert, wollte er das Etappenrennen über knapp 700 Kilometer und ca. 13500 Höhenmetern durch die atemberaubende Natur Südafrikas bestreiten. Doch die Erkrankung an Depression durchkreuzte seinen Lebenstraum. Um Yannic zu gedenken und diesen Schicksalsschlag zu verarbeiten, nahm Olympiaruderer Lars, gemeinsam mit dem ehemaligen Nationalmannschafts-Ruderer Philipp Birkner an der sogenannten „Tour de France des Mountainbikesports“ teil. Das Cape Epic als Plattform für die Aufklärung und Enttabuisierung der Volkskrankheit Depression war ins Leben gerufen und ist seitdem ein Highlight im Kalender von wirfueryannic e.V. So starteten in 2018 Patrick Pilz und Cornelius Wiedenmann und fuhren für Yannic die sieben Etappen bis über die Ziellinie und erregten mit ihrem sozialen Engagement viel Aufsehen.
Matthias (hinten) und Markus (vorne)
2017 beim Erbeskopf Bike-Marathon
Im 2019 wird Matthias das Team #wirfueryannic 3.0 beim Cape Epic stellen und mit seinem Saarbrücker Trainingskollegen Markus "Neuner" Neukirch für mentale Gesundheit in die Pedale treten! Als ehemaligem Bootspartner von Yannic aber auch als selbst von Depressionen Betroffenem liegt Matthias dieses Projekt natürlich besonders am Herzen und er freut sich nicht nur auf die sportliche Herausforderung und die Reise und die Eindrücke, sondern auch auf die soziale Komponente des Auftritts in Südafrika! Das Projekt "Cape Epic" von Matthias und Markus kann natürlich an dieser Stelle verfolgt werden, aber auch über die sozialen Netzwerke Facebook und Strava. Der Verein wirfueryanic e.V. ist im Netz unter www.wirfueryannic.de und bei facebook unter facebook.com/wirfueryannic zu finden, schaut rein und unterstützt das Cape Epic Team aber auch den Kampf gegen die Volkskrankheit Depression!
An dieser Stelle schon einmal ein großer Dank an die Förderer die sich bislang gefunden haben, um den Auftritt von wirfueryannic in Südafrika mit zu ermöglichen bzw. Support zu leisten:

Donnerstag, 12. Oktober 2017

2mal feuchtfröhliches Vergnügen zum Abschluss der MTB-Marathon-Saison

Nach dem Ausflug zur Marathon-DM in Gruibingen wagte Matthias sich noch zum Abschluss der MTB-Marathon-Saison an zwei weitere Rennen: den Gallahaan-Trail in Boppard-Oppenhausen und die Langstrecke in Günthersleben bei Würzburg. Beide Rennen waren von herbstlichen Bedingungen geprägt und dementsprechend "feucht-fröhlich"... 
Das Rennen in Oppenhausen ist schon auf dem Papier eine absolute Wucht: 100 Kilometer Streckenlänge und 3000 Höhenmeter Anstieg werden "versprochen" und der Laie fragt sich, wie das in der Region zwischen Mosel und Rhein bewältigt werden soll. Im Rennen wurde schnell klar wie: indem jeder (und wirklich jeder!) Anstieg in den Wäldern um Oppenhausen ins Streckenprofil eingefügt wurde! Das Rennen lief allerdings für Matthias gut an und auch auch das Wetter entwickelte sich im Rennverlauf zunehmend gut und sonnig, so dass sich das Ganze zunächst ganz positiv entwickelte. Nach dreieinhalb Stunden kam dann vom Streckenrand sogar die Info, dass Matthias nur gut 20min hinter der Spitze läge, für den Zeitpunkt des Rennens eine erfreuliche Nachricht! Die Worte des Streckenpostens waren allerdings kaum verklungen, als sich die 1000 Anstiege der Strecke bei Matthias bemerkbar machten und er zunächst einen und später zwei Gänge zurückschalten musste. Rien ne va plus. Die letzten 20 Kilometer entwickelten sich zu einer endlosen Plackerei, die kein Ende zu nehmen schien. Aber dann tauchte nach 5:15h und Anstieg Numer 1356 doch das ersehnte Ziel am Sportplatz Oppenhausen auf und Matthias fuhr auf Rang 13 der Gesamtwertung (7. Platz Senioren1) über die Ziellinie. Was für ein Tag im Sattel...
Endlich im Ziel in Günthersleben!
Im Gegensatz zu Oppenhausen sah die Ausschreibung des Rennens in Günthersleben wie ein Kinderspiel aus: die Hälfte der Distanz und die Hälfte der Höhenmeter. Alles easy also! Denkste! Da es die Tage vor dem Rennen und noch in der Nach vor dem Rennen ausgiebigst geregnet hatte, hatte das gesamt Feld ab dem ersten Geländestück mit ordentlich Morast und Schlamm zu kämpfen und das führte dazu, dass man deutlich langsamer vorankam als einem lieb war und leider führte es auch dazu, dass man die vielen schicken Trails nicht so genießen konnte wie das bei Trockenheit möglich gewesen wäre. Auch Matthias tat sich zunächst schwer, unter anderem auch weil die Sicht durch jede Menge Schlamm auf der Brille deutlich engeschränkt war. Aber nach einiger Zeit wurde dann doch ein ordentliches Tempo gefunden und spätestens nach der tollen Aussicht auf Würzuburg zur Streckenhälfte fing die Sache dann auch an Spaß zu machen. In der Folge ein paar weitere schöne Trails und, was im Rennen ja das wichtigeste ist, der Zugewinn von ein paar Plätzen.  Aber der Schlamm begann so langsam seinen Tribut zu fordern: das Rad wurde immer schwerer, irgendwas schliff immer und man kam schlichtweg nicht mehr allzu gut von der Stelle. Dazu auf einer Schlamm-Rutschbahn noch ein Slapstick-Sturz: neben dem Rad ging's auf dem Allerwertesten sitzend einfach weiter bergab... Auf alle Fälle wurden die letzten 10km ziemlich zäh, da die bei dem langsamen Tempo kein Ende nehmen wollten. Aber irgendwann war's doch geschafft und die Ziellinie wurde als 22. gesamt und 5. in der Alterklasse überquert.
Das Rennen in Günthersleben müsste dann wohl der Abschluss der Mountainbike-Marathon-Saison 2017 gewesen sein. Nach Krankheit und Raddefekten im Frühjahr kamen dann doch noch paar nette Rennen zusammen. Allerdings kam's ergebnismäßig zu keinen größeren Fortschritten, alles ok, aber nix supergut. Da muss man doch wohl mal konzentrierter trainieren, statt nur Rad fahren...  ;)

Mittwoch, 13. September 2017

MTB-Marathon DM oder Masters of Dirt?

Man in Black... :)
Am vergangen Wochenende nahm Matthias die Herausforderung Deutsche Meisterschaft im Mountainbike-Marathon in Angriff. Das Rennen in Gruibingen auf der schwäbischen Alb war nach einer (vermurksten) Leichtathletik- und natürlich vielen Ruder-DM's also eine neue Herausforderung in einer dritten Sportart. Und, owohl klar war, dass es nichts zu gewinnen geben würde, war die Anspanung doch etwas anders als vor einem "normalen" Marathon. Die Spannung stieg umso mehr, als das regnerische Wetter eine schwierige Strecke versprach.
Am Sonntagmorgen hörte der Regen dann dankenswerterweise fast auf und dann wurde das recht übersichtliche Senioren1 Feld auf die Strecke geschickt. An der ersten Rampe forderte der feuchte Untergrund seinen Tribut und die erste Wander-Einlage begann und das Feld flog auseinander. In den folgenden Stücken ging es vor allem mit ordentlich Dampf über Schotterwege und bald hatte sich eine gute Gruppe mit Trainingskollegen Markus Neuner und zwei anderen Mitstreitern gefunden. Soweit so gut, bis es dann nach etwas mehr als einer Stunde in einen der längsten Anstiege des Tages ging und sich plötzlich Matthias' Kette vom Kettenblatt verabschiedete. Was war passiert? Ratlosigkeit. Nach schier endlosem rumgefummele,
Die letzten Meter vor dem Ziel
dann des Rätsels Lösung: die Kette war derart versaut, dass sie nicht mehr sauber in die Zähne des Kettenblatts griff. Nachdem das dann geklärt war, ging's weiter, aber natürlich alleine, denn die Gruppe war über alle Berge und so ging Matthias alleine auf Aufholjagd. Er kam dann auch recht stabil und flott über die Strecke (die so langsam abtrocknete) und konnte noch ein paar Fahrer überholen. Mit guten Gefühl ging es dann auf die letzten 10km und auch die superfiese schmierige Abfahrt 5km vor dem Ziel wurde gut gemeistert. Aber dann kam der Hammer und zwar in Form des letzten Anstieges: 1,5km Matschepampe vom allerfeinsten, teils knöcheltief. An fahren war nicht zu denken und die Wander-Einlage (Nr. 3 war's) ließ Matthias noch zu Trainingskumpel Benni Schwan aufschließen der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Aber als man wieder fahren konnte, zeigte sich, dass auch Matthias Kette einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und diese musste wieder notdürftig gereinigt werden, bis sie wieder auf's Kettenblatt passen wollte. Schwer genervt ging's dann in die letzten beiden Kilometer. Hier hielt dann aber alles und nach rund 4:50h war dann das Ziel erreicht. "Operation DM" somit heil und an einem Stück beendet! In der Ergebnisliste dann ein 13. Platz. Angesichts des kleinen Starterfeldes nicht die Sportsensation des Jahres, aber für den Rennverlauf und Matthias' Ansprüche erstmal zufriedenstellend.

Dienstag, 22. August 2017

Garantie für dicke Beine: Hirzweiler- & Neustadt-Wochenende

Auf traumhaften Pfaden:
Marathon Neustadt
Das war mal wieder ein anstrengendes Wochenende! Nachdem im letzten Jahr die Kombination von Kirmesrennen Hirzweiler und Marathon Neustadt schon für ordentlich dicke Beine sorgte, konnte ich mir das Ganze in diesem Jahr natürlich nicht entgehen lassen und meldete entgegen der ursprünglichen (vernünftigen) Planung nicht nur in Neustadt sondern auch in Hirzweiler. Aber entgegen der Qual im letzten Jahr sollte das wirklich nur eine Vorbelastung werden, der Fokus lag auf der Langstrecke in der Pfalz.
In Hirzweiler dann die üblichen Verdächtigen der saarländischen Szene an der Startlinie und dann ging's auch schon munter los. Tempo war schnell gefunden und die ersten beiden Runden ging's im vorderen Viertel dann mit etwas mehr Zug zur Sache. Nach der zweiten Runde dann aber der Tritt auf die Bremse, um sich für den Sonntag nicht völlig aus der Welt zu schießen... Also dann mal 1:30min langsamer pro Runde und auf dem Nieveau blieb es dann auch, bis in der vorletzten Runde die Beine nochmal intensiver bewegt wurden. Das brachte mich dann auf Gesamtrang 15 und Platz 4 in meiner Alterklassse. Für dosierten Einsatz gar kein so schlechtes Ergebnis! Allerdings riet mir Meister Garmin nach Zieldurchfahrt trotzdem noch zu zwei Tagen Ruhe...
Zwei Tage Ruhe? War da nicht was?!? Tja, am kommenden Tag ging's nämlich nach Neustadt. Hier schlängelt sich auf wenigen Quadratkilometern Fläche die super Strecke mit ihren vielen Trails über den Weinbiet. Von daher große Vorfreude, aber auch Sorge, wie sich die Beine halten würden. Nach den Erfahrungen des Vorjahres sollte das Rennen auf alle Fälle defensiver angegangen werden! Das gelang dann auch ... halbwegs. Nach einigen Kilometern war dann doch so etwas wie eine Gruppe entstanden der ich halbwegs folgen konnte, zumindest bis zur ersten Gipfelquerung des Weinbiet, da fuhren mir die Jungs etwas weg, blieben aber in Sichtweite. Bei Kilometer 30 ging dann jedoch die Pechsträhne los, die mich den Rest des Rennens plagte:des Ast eines Busches am Wegesrand zog sich in die Kette und hinderte am Schalten und Teile des Astes machten sich in der Kassette breit, so dass verschiedene Gänge blockiert waren. Nerviges Gefummel bis das alles wieder gerichtet war und damit war die Gruppe dann auch nicht mehr in Sichtweite. Sch... Aber gut, das ist Marathon! Weiter ging's bis zum letzten, schweren, Trail der ersten Runde, hier dann Unglück Nummer 2: ein Sturz in einer Serpentine. Zum Glück nicht viel passiert, Dreck abkloopfen und weiter! Kurz nach Beginn der zweiten Runde dann das nächste Malheur: mit dem Pedal hake ich an einer Stufe ein und schlage einen Salto vorwärts. Bremsgriff verschoben und Riesenfrust. Im weiteren Verlauf merke ich dann, dass auch das Schaltauge bei dieser Aktion was abbekommen hat und so muss immer wieder gestoppt werden, um nochmal per Hand das Teil so hinzubiegen, dass die Schaltung immerhin halbwegs funktioniert. Ätzend! Naja, bei all diesen Missgeschicken fiel immerhin nicht auf, wie anstrengend die ganze Geschichte wieder war... Aber in der Tat, die Kräfte waren in diesem Jahr deutlich besser eingeteilt und so konnte ich das Rennen mit Anstand zu Ende bringen. Die Zeit war aufgrund der vielen Stops allerdings nur rund eine Minute schneller als im Vorjahr, die Platzierung mit 33 gesamt und 5. in der Hobbyklasse ok, aber etwas hinter den Vorjahresergebnissen.
Nun mal schauen, wie die Saison weitergeht und was für Rennen mir noch unter die Stollen kommen...

Dienstag, 8. August 2017

Besser spät als nie...

Durch finstere Wälder bei Einrur...
Liebe Freunde, nach mittlerweile drei Monaten und fünf Rennen seit dem letzten Post hier nun einmal ein kleines Update wie's mir bislang in dieser Saison so ergangen ist. Um's kurz zu machen, ich würde die letzten Monate bislang als "vegan" bezeichnen: kein Fisch, kein Fleisch...
Strava-Aufzeichnung vom Rennen in
St. Ingbert
Nach dem tollen Auftakt mit den beiden "Klassikern" in Roubaix und Lüttich und dem ersten "richtigen" Rennen der Saison beim Marathon in Houffalize war der Mai dann mal schön für den A... da ich irgendwie ordentlich am kränkeln war und so fielen promt die einheimischen Highlights in Bundenthal und Emmelshausen aus. Das Rennen in Neunkirchen fiel dann wegen technischem Ausfall am Rad aus. Naja. Zum Wiedereinstieg dann das Heimspiel beim Bomb-Trails-Race in St. Ingbert. Hier ging's jedoch am Start zu lahm los und als dann nach der Hälfte der ersten Runde ein Mitstreiter verletzt am Rand lag, musste erst einmal ein Zwischenstopp eingelegt werden. In Summe blieb dann noch ein härteres Training auf dem tollen Kurs im Betzental.
Quälerei im Spessart: Wombach
Ein neues Reiseziel wurde am 17. Juni angesteuert: der Keiler Bike Marathon in Wombach am Main. Kein so "richtig langer" Marathon mit knapp 60km Länge, aber am Ende des Tages stand ich mit zittrigen Knien im Ziel. Denn das Ganze war eine ganz schöne Schinderei und in der letzten Stunde hatte ich ordentlich mit Krämpfen zu kämpfen und es stand trotz Rekord-Watt-Werten mein schlechtestes Marathon-Ergebnis seit langem zu Buche. Sehr, sehr sonderbar...
Quer durch die Eifel in Einrur
Naja, man lässt sich ja nicht so leicht unterkriegen und die Watt-Werte waren ja gut, also weiter zum nächsten Ziel. Auch wieder was Neues: Rursee-Marathon in Einrur und hier dann endlich nach 96km Renndistanz durch den Nationalpark Eifel der Eindruck, dass der Knoten geplatzt ist, denn mit Platz 11 in der Gesamtwertung (trotz Kettenriss unterwegs) ein Ergebnis nahe der Top-Ten und der Abstand zum Sieger hielt sich auch verhältnismäßig in Grenzen. Sehr schick!
Langer Tag im Sattel am Erbeskopf
So ging es dann guter Dinge zu den beiden großen "Heimspielen" am Erbeskopf und an der Saarschleife, allerdings war hier zwischendrin eine Phase mit einigen anderen Terminen, die mich nicht so oft auf's Rad kommen ließen, tja, man ist ja "nur noch Hobbysportler"... Am Erbeskopf wartet traditionsgemäß auf das Starterfeld eine der härtesten Strecken bei Mittelgebirgsmarathons, aber nach gutem Ergebnis im vergangenen Jahr und dem guten Ergebnis in Einrur bestand kein Grund zur Sorge und so ging's dann gleich mal munter los. Zu Beginn des Rennens war auch gut Druck da und so gings auf Top-15 Kurs durch den Hunsrück und zwar zusammen mit Trainingskumpel Markus 9er und einem Sportidol meiner Jugend: Marc Pschebizin. Allerdings musste ich diese beiden dann im letzten Anstieg zum Erbeskopfgipfel ziehen lassen und fuhr dann ein recht einsames Rennen bis der an diesem Tag defektgeplagte Deutsche Meister Sascha Schwindling mit Gavin Pfeiffer von hinten heran kam, so dass ich hier noch einmal eine gute Gruppe fand. Sascha fiel dann aber durch einen neuen Defekt wieder zurück und Gavin konnte dann unser "Steherrennen" auf den letzten Rampen vor dem Ziel in Thalfang gewinnen. Am Ende dann Rang 20 gesamt und Platz 9 in der Altersklasse. Ein langer Tag im Sattel, aber wieder sehr schön!
Immer wieder faszinierend: Saarscheife
Nach wiederum einigen verqueren Wochen in Sachen Training dann das bislang letzte Rennen: der Klassiker an der Saarschleife! Auch hier eine sehr schöne Strecke (bis auf den üblen Schlussanstieg...). Auch hier von Beginn an der Versuch in Richtung Top-15 zu fahren und gemeinsam mit einer flotten Gruppe ging's dann auch den langen Anstieg hinter Saarhölzbach hinauf, hier musste ich die Jungs dann aber leider fahren lassen und ich musste insbesondere im Schlussanstieg in den "Eco-Modus" wechseln. Die Watt-Leistungen der vorhergehenden Rennen waren leider nicht machbar. So wurde es ein recht einsames Rennen. Zwei, drei Leute überholten mich, ich überholte noch zwei Leute... Immerhin wurde ich in diesem Jahr mal nicht auf den letzten drei Kilometern noch überholt wie in den vergangenen beiden Jahren, sondern konnte selbst noch überholen! Am Ende stand dann Rang 17 und Platz 11 in der Altersklasse. Also von der Platzierung her dann doch gar nicht so schlecht!
Nach Stand der Dinge geht’s am Wochenende mindestens mal in Neustadt wieder zur Sache, nach Riesenplackerei im letzten Jahr bin ich gespannt, wie’s diesmal auf dieser superschönen Strecke laufen wird!

Donnerstag, 4. Mai 2017

Das hat ge-ROC-kt! Roc Marathon in Houffalize

Am Morgen bei 2 Grad
auf dem Kirchplatz von Houffalize
Nach der großen Ardennenschleife auf dem Rennrad ging es für Matthias gleich eine Woche später wieder Richtung Belgien, diesmal aber mit dem Mountainbike im Kofferraum, denn der erste Mountainbike-Marathon des Jahres stand an. Zur Saisoneröffnung und Formtest auf der Langstrecke hatte sich Matthias kein geringeres Rennen ausgesucht, als den Marathon des Roc d'Ardenne Festivals der mit seiner anspruchsvollen Strecke auch jede Menge Prominenz im Rahmen der UCI Marathon-Worldseries anzog.
Mit dem Auftritt bei der Lüttich-Bastogne-Lüttich Challenge hatte Matthias das Terrain im Grunde schon erkundet, nun sollte er kennenlernen, was sich jenseits der Straßen in den Wäldern verbarg und das war Natur pur! Allerdings auch teils steil, rau und anspruchsvoll! Zum Glück musste die Strecke bei Top-Wetter absolviert werden, bei nassen Bedingungen wäre es wohl ein langer Tag geworden! So aber ging es auf trockenem Untergrund gut voran und trotz des ein oder anderen Staus inmitten des Hobbyfeldes hattte Matthias seinen Spaß und konnte vons einem Startplatz im letzten Startblock heraus viele, viele Plätze gut machen. Gegen Ende des Rennens konnten, als besondere Motivation, sogar noch einige der World-Series-Starter, die 20min vor Matthias gestartet waren, überholt werden. So ging das Rennen dann nach etwas mehr als vier Stunden zu Ende, deutlich schneller als kalkuliert und auch eigentlich besser als kalkuliert. Die Ausdauer scheint da zu sein, so dass Matthias bei seinen nächsten Auftritten auch etwas aggressiver zu Werke gehen kann, um noch etwas weiter vorzufahren. In Houffalize reichte es zum 17. Platz unter den Hobbyfahrer (und dem 9. Platz in der Altersklasse; HIER der Link zum Ergebnis des Hobbyrennens). Selbst im stark besetzten Lizenzfahrer-Feld wäre (im Zeitvergleich) noch ein Top 80 Platz drin gewesen, immerhin...
Geschafft!
Also, kurzum: eine erneut schöne Reise in die Ardennen und ein ermutigender Auftakt für die Marathonsaison 2017!

Donnerstag, 3. November 2016

Radl-Rückblick 2016

Liebe Freunde, da gerade Zwangs-Sport-Pause ist (Rekonvaleszenz nach der Entfernung des Nagels vom 2013er Beinbruch) hier nun ein kurzer Rückblick, was bei Matthias in diesem Jahr so los war, nachdem er keinen Platz im Olympia-Vierer besetzen konnte und sich aus der Ruderei zurückzog. Wie schon öfter im Verlauf des Jahres geschildert, ging's nicht ohne das ein oder andere Rennen zu bestreiten. Dies allerdings, sieht man von der Heim-Regatta in Bernkastel ab, vorwiegend auf zwei Rädern und im Gelände. Das bot sich an, war doch die Radfahrerei immer eine beliebte Ausgleichssportart bei Matthias und da er einige Bekannte in der munteren Saarbrücker MTB-Szene hat und im Umkreis einige schicke Rennen stattfinden, konnte dort die eigentlich für den Formaufbau Richtung Olympia eingeplante Energie losgelassen werden.
Das Rennprogramm war eine Mischung aus lokalen XC-Rennen und MTB-Marathons, wobei die Marathons Matthias mehr entgegen kamen. Die Spritzigkeit für XC-Antritte hat man als Ruderer halt nicht gelernt... Nichtsdestotrotz machte verschiedene XC-Rennen der lokalen Serien Bulls-Cup (Büchel), Eifel-Mosel-Cup (Fell, Neef, Serrig) und der MTB-Liga Saar-Pfalz (Bundenthal, Orscholz [Marathon], Hirzweiler, Schmelz) einen Großteil der Starts aus. Die Marathons in Esch [6h Rennen], Emmelshausen, Erbeskopf, Orscholz und Neustadt/W. liefen im Großen und Ganzen ok (und vor allem stabil ohne Einbrüche), auch wenn Matthias hier im Rahmen der "MTB-Challenge", wie auch bei den XC-Rennserien, am Ende zu viele Wertungsläufe fehlten, um weiter vorne in der Serie zu landen. Dies lag vor allem an den Defekten in Rhens und St. Ingbert (der Defekt am Erbeskopf führte zum Glück nicht zur Aufgabe) und an einer kleinen Motivations- und Materialkrise im "Grusel-Frühjahr".
Am wichtigsten aber war, dass alle Rennen heil und an einem Stück beendet werden konnten und dass auch insgesamt in diesem Jahr Stürze zu keinen größeren Schäden führten. Die aktuelle OP zur (hoffentlich) letzten Bereinigung der Schäden von 2013 hat auch einmal mehr gezeigt, dass man sowas echt nicht haben muss. Zu betonen ist für die Ausfahrten und Rennen auf dem Rad, dass's mal echt Spaß gemacht hat und es nach Jahren des Leistungsdrucks im Rudern schlichtweg ein Vergnügen war, "einfach mal so" Sport zu treiben und Rennflair zu genießen, ohne in einem System zu stecken, von dem  man über weite Strecken den Eindruck hat, dass es seinen Hauptakteuren die Freude am Sport nehmen will! An dieser Stelle auch Dank an die vielen verschiedenen Begleiter bei vielen tollen Ausfahrten, war super!
Bleibt die Frage, wie geht's weiter? Das Ganze hat schon mächtig Laune gemacht und es wäre eigentlich schade, die Reste einer nach alle den Trainingsjahren doch brauchbaren Fitness verkommen zu lassen. Von daher mal schauen, ob man das Ganze im kommenden Jahr etwas strukturierter angeht und versucht noch am ein oder anderen Defizit zu arbeiten, ohne sich aber den Spaß an der Sache zu nehmen. Andererseits will Matthias aber auch versuchen, in den kommenden Jahren dem Sport etwas zurückzugeben und sich ehrenamtlich einzubringen.

Sonntag, 4. September 2016

Mountainbike-Heimspiel in St. Ingbert leider ein Reinfall - Ruder-Heimspiel ante portas!

Nicht alles mit Kette ist
gleich "Kettensäge" hier
gewann das Holz...
Heute stand Matthias' Mountainbike-Heimspiel beim MTB-Marathon in St. Ingbert an und dementsprechend zuversichtlich ging's heute morgen ins Betzentalstadion zum Start. Auch der erste herbstliche Tag des Jahres konnte die Zuversicht nach zwei guten Streckenbesichtigungen im Laufe der Woche nicht trüben. Um 10 Uhr dann der Startschuss mittendrin Mattthias recht entspannt und konzentriert. So konzentriert leider, dass er im "Wadenbeißer"-Anstieg (Segment auf Strava) eine neue Linie um einige dicke Wurzeln herum entdeckte und prompt nutzte. Leider streckte ein am Wegesrand liegendes Stück Totholz einen Ast in Richtung Schaltwerk und dieser führte zum Bruch desselbigen und damit nach 35min zur Rennaufgabe. Sehr, sehr ärgerlich, denn neben dem Frust über den Rennabbruch und ein vermutlich verpasstes gutes Ergebnis, nun notwendige Bastelarbeiten und Materialkosten. Zudem wird es auch in den beiden Serienwertungen der "MTB-Challenge" und der "MTB-Liga Saar-Pfalz" ziemlich eng für Matthias. Naja, mal schauen, wie die Reparatur vonstatten geht und wie/ wann dann dann wieder Mountainbike gefahren wird...

A propos "Heimspiel": so langsam wird es für uns beide einmal Zeit, sich in Sachen Rudern wieder ein bisschen "in Wallung" zu bringen! Denn am 24. September steht unser Ruder-Heimspiel auf der Mittelmosel an: die Langstreckenregatta "Um den grünen Moselpokal" in Bernkastel. Mehr Infos demnächst hier und im Netz unter regatta-gruener-moselpokal.de sowie bei Facebook unter "Gruener Mosepokal". Alle Ruderfreunde sollten sich diesen Termin schonmal dick im Kalender anstreichen und mit ihrem Club die Reise an die Mosel planen!

Dienstag, 16. August 2016

Neuer Versuch: 2 MTB-Rennen am Wochenende...

Kirmes(rennen) in Hirzweiler
Bild: T. Linn
Da ist's wieder passiert: trotz der qualvoll langen zweiten Hälfte beim Marathon in Emmelshausen beim Doppel-Rennwochenende Bundenthal/ Emmelshausen, hat Matthias dieses Experiment noch einmal gewagt und fuhr am Samstag mit der saarländischen Elite beim Kirmesrennen in Hirzweiler im Kreis und am Sonntag stand dann der MTB-Marathon in Neustadt an der Weinstraße an. Knackiges Programm, aber 'nen Versuch war's wert...
Am Samstag also erst einmal die Reise ins Zentralsaarland nach Hirzweiler. Hier hat der Verein von Trainingskamerad Benni S. ein kleines aber feines Event auf die Beine gestellt. Die Strecke führte aber leider nicht durch's Bierzelt der Kirmes, sondern durch die pralle Sonne auf den Feldern und auf ein paar Trails durch den Wald. Da sich fahrtechnische Schwierigkeiten in Grenzen hielten, war ziemliche Action für Pumpe und Muskeln angesagt und hier ging Matthias die Sache etwas (zu) verhalten an und hatte zwischendurch Mühe mit älteren Masters-Fahrern mitzukommen. Im weiteren Rennverlauf gewann Matthias aber dann an Tempo (letzte drei Runden schneller, als Runden 2-4) und so kam am Ende noch ein zufriedenstellender 14. Gesamtrang (und Platz 6 bei den Senioren 1) heraus (LINK zum Ergebnis). Soweit so gut, aber wie würden sich diese 80min bei Puls 170 am Sonntag auswirken? Das sollte Matthias am Sonntag auf der hochgelobten Strecke rund um den Weinbiet in Neustadt/W. herausfinden...
Das Menü an der Weinstraße bestand aus 90km mit 2200hm. Und die waren den Schilderungen aller Kollegen nach nicht auf Forstautobahnen sondern auf feinsten Trails zu absolvieren. Und die Kollegen hatten recht! Hammerstrecke muss man sagen! Kaum Langeweile auf breiten Wegen, da machte Rädchen fahren Spaß! Und das obwohl schon recht bald klar war, dass hier kein Hammer-Ergebnis für Matthias herausspringen würde. Die Beine waren doch müde, aber das Fahren machte Bock und so wurde einen Gang zurückgeschaltet, genossen und auf stabiles "Ankommen" gefahren. Zudem die Hoffnung, dass doch noch der ein oder andere entkräftet von vorne zurückfallen würde.. Das klappte in dem aus Respekt vor der schweren Strecke kleinen Feld zwar nur so halb, aber am Ende standen ein großes Grinsen wegen der Superstrecke, Platz 27 gesamt und vor allem Platz 2 in der Hobbyklasse zu Buche (LINK zum Ergebnis)! Auch hier also "soweit, so gut" und im Vergleich zum Doppelwochenende Bundenthal/ Emmelshausen deutlich weniger Qual!
Fazit vom Wochenende: Hat wieder Spaß gemacht, mit Startnummer am Lenker durch den Wald zu fahren! 

Siegerehrung Hobbyklasse Langstrecke Marathon
Neustadt (Bild: sportograf.com)