Dienstag, 10. April 2018

"De Ronde" live erleben: Matthias in Flandern unterwegs

typisch Flandern: auf
Kopfsteinpflaster bergan...
Nachdem Matthias im vergangenen Jahr schon die Jedermann-Editionen der Radklassiker Paris-Roubaix und Lüttich-Bastogne-Lüttich bestritten hatte, war in diesem Jahr das nächste "Radsport-Monument" an der Reihe: die Flandern-Rundfahrt. Auch hier gibt es am Tag vor dem Profi-Rennen eine Jedermann-Ausgabe, bei der man die Strecke der Profis abfahren kann. Die Besonderheit in Flandern: die flämischen Adrennen sind von schmalen Straßen durchzogen, die an den Hügeln in steilen "Hellingen" mit teils 20% Steigung bergauf gehen und teils nur gepflastert sind. Das konnte also ein Spaß werden...
harte Arbeit am letzten
Anstieg am Paterberg
Vor dem Spaß kam aber die Busfahrt zum Start der 230km Hobby-Strecke (und des Profi-Rennens) in Antwerpen am Morgen um 5:15 Uhr. Naja, muss man durch. Am Start in Antwerpen dann schon Radfahrermassen, über alle angebotenen Strecken sollen 16000 Starter unterwegs gewesen sein. Allerdings war alles top organisiert und trotz viel Betrieb kam man gut voran. Die ersten gut drei Stunden auch bretteben über Land in Richtung der belgischen Ardennen. Dann aber ging's los, die erste (noch ebene)
Kanarieberg geschafft!
Kopfsteinpflasterstrecke vetrieb schlagartig alle Müdigkeit und dann begann der Tanz auf den Hellingen inklusive der weltberühmten "Mauer von Gerardsbergen"! Ein wirklich sehr spezielles Vergnügen, aber es ging wirklich gut über die Bühne! Die Beine machten alles prima mit und so konnte man einen Berg nach dem anderen abhaken! Einziger Wehmutstropfen war, dass der Koppenberg einfach zu steil und zu schmal für eine solche Masse Radler ist, hier musste man leider gehen, da kein Durchkommen war. Schade. Aber sonst konnte man alles fahren und auch das Finale aus Oude Kwaremont (an dem tags darauf im Profirennen die Entscheidung fiel) und Paterberg wurde gut gemeistert um dann mit einer Gruppe erstaunlich fitter Leute die letzten Kilometer Richtung Ziel in Oudenaarde mit >40km/h zurückzulegen... Am Ende dann 231km und 1925 Höhenmeter, wer hätte letzteres in Berlgien gedacht!
Das Profi-Rennen: Welt-
und Europameister im Einsatz
Alles in allem wieder ein Top-Erlebnis! Insbesondere in Kombination mit dem Profi-Rennen (und dem de-facto belgischen Nationalfeiertag) einen Tag später! Wo man am Samstag noch dachte man fährt ja "ganz ordentlich" wurde man hier wieder eines besseren belehrt!




Mittwoch, 28. Februar 2018

Boston - in diesem Jahr mal anders...

Der Hammer, diesmal leider
nur auf der Silbermedaille
Der Ergo-Klassiker schlechthin, die C.R.A.S.H.-B Sprints in Boston, waren in den letzten Jahren das Ziel der Wintersaison, denn dort ging es eben nicht nur um den begehrten Hammer, sondern auch um die inoffizielle Weltmeisterschaft im Indoor-Rudern. Dieses Jahr war das dann nicht mehr so, denn mit der offiziellen WM in Alexandria ging es dort, zum Glück erfolgreich, um WM-Medaillen (LINK).
So kann man's in Boston aushalten!
Aus "alter Treue" allerdings wurde der USA-Aufenthalt verlängert, um vom Alexandria nach Boston zu fliegen und den C.R.A.S.H.-B's noch einen Besuch abzustatten. Die ersten Tage dieser Zwischenwoche präsentierte sich Boston auch von seiner besten Seite, die Metropole am Charles erlebte sonnige Frühlingstage und statt Schneemassen war diesmal T-Shirt angesagt! Kaum zu glauben! Drei Tage vor dem Rennen dann jedoch ein krasser Wetterumschwung: von 22 auf 0 Grad und damit verbunden leider auch ein Umschwung in Matthias' Gesundheitszustand. Dummerweise machte sich nun eine Erkältung breit und die beiden Tage vor dem Rennen musste im Hotelzimmer geblieben werden, um wenigstens noch ein paar Körner beisammen zu halten. Keine guten Voraussetzungen...
Am Wettkampftag versuchte Matthias dann noch irgendwie in Schwung zu kommen und spulte sein Vor-Renn-Programm wie gewohnt ab und versuchte die Erkältung auszublenden. Im Rennen (eines nicht sehr großen Feldes) dann aber schnell die Erkenntnis, dass es eine zähe Angelegenheit werden würde. Die ersten 400m verliefen noch so halbwegs nach Plan, aber dann musste Matthias schon zwei Gänge zurückschalten während auf der "Nebenbahn" Ed Baker aus Boston das Starttempo weiterfahren konnte und sich mit einem konstanten Rennverlauf immer weiter entfernte. Matthias dagegen musste zunehmend schauen, dass er sich nach hinten absicherte und musste auf den letzten 500m sehr hart mit der 6:30min Grenze kämpfen. Am Ende dann 6:29,1min und Rang 2 (LINK zum Ergebnis). Leider nicht das erhoffte Ergebnis, aber lieber in diesem Rennen Krankheitspech, als eine Woche zuvor...
In diesem Jahr etwas kleiner als gewohnt: der Racefloor in der Agganis Arena

Mittwoch, 21. Februar 2018

Matthias siegt bei Ergometer-WM

Freude bei der Siegerehrung der
ersten World Indoor Rowing Championships
(Bild: Concept 2 Germany)
Matthias hat am vergangenen Sonntag bei der ersten offiziellen Ergometer-Weltmeisterschaft im US-amerikanischen Alexandria (Virgina) die Goldmedaille gewonnen. In der Klasse der 30 bis 39-jährigen Leichtgewichtsruderer konnte er sich in einem Herzschlagfinale gegen den Iren Nathan O’Reilly durchsetzen. Nach vier Siegen bei den bisherigen inoffiziellen Weltmeisterschaften, den C.R.A.S.H.-B Sprints in Boston, ein schöner Erfolg im neuen Rahmen der World Indoor Rowing Championships (WIRC) des Weltruderverbandes FISA. Die WIRC sollen von diesem Jahr an in jeweils einer anderen Stadt rund um den Globus stattfinden. Wenn das kein Anreiz ist, weiter kräftig an der Concept2-Ergometer-Kette zu ziehen und in Form zu bleiben!
Im Rennen, da ging's noch (Bild: Concept 2 Germany)
Zurück zum Rennen in diesem Jahr: das virtuelle 2000m-Rennen verlief zunächst völlig nach Matthias' Geschmack, denn er konnte sich früh von den Verfolgern absetzen und war auch auf Kurs auf eine gute Zeit. Zu Beginn des letzten Renndrittels allerdings kam sein Vormarsch ins Stocken und der Ruderer aus Irland (startend für die Tideway Sculler School London) witterte seine Chance und zog einen langen Endspurt an. 300m vor dem Ziel sah alles danach aus, als würde O‘Reilly den ziemlich schwächelnden Matthias auf dem letzten Stück des Rennens überholen können, denn der Vorsprung schrumpfte Meter um Meter. Aber Matthias fand auf den letzten 15 Schlägen noch Kraftreserven und konnte einen kleinen Rest seines stark geschmolzenen Vorsprungs ins Ziel retten und O’Reilly mit 0,5 sec Rückstand und einer Zeit von 6:22,1 min auf Rang zwei verweisen. Nicht weit hinter den Gold- und Silbermedaillengewinnern kam der Spanier Damian Alonso auf dem Bronzerang ins Ziel (LINK zum Gesamtergebnis).
Das war hart... (Bild: Concept 2 Germany)
Damit sich die Nordamerika-Reise auch richtig lohnt, steht für Matthias am kommenden Wochenende noch der Ergometer-Klassiker in Boston, die C.R.A.S.H.-B-Sprints auf dem Programm, wir sind gespannt!

Hinweis in eigener Sache

Liebe Freunde, nach etwas Funkstille (was nicht nur an überschaubaren sportlichen News lag) hier einmal wieder ein neuer Post bei www.schnellundleicht.com und hiermit direkt der Hinweis auf zwei neue Logos im rechten Seitenmenü: hier handelt es sich um die Logos (und damit den direkten Link) zu
  • wirfueryannic: Dem Verein der im Andenken an unseren Ruderkollegen Yannic Corinth gegründet wurde und der versucht das Thema "Depression" ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. 
    http://www.wirfueryannic.de/
  • DKMS: Die DKMS ist die zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle für Knochenmarkspenden bzw. potentielle Knochenmarkspender. Die Typisierung als Stammzellspender ist einfach und kann im Fall der Fälle leben retten.
    http://www.dkms.de/

Aufgrund persönlicher Betroffenheit zu beiden Themen möchten wir Euch auf beide Orgnisationen aufmerksam machen und Euch bitten, hier zur Unterstützung beizutragen bzw. die Gedanken und Ideen die jeweils dahinter stehen weiter zu verbreiten. Wir danken Euch schon einmal, wenn Ihr einen Blick auf die entsprechenden Seiten werft!