Montag, 29. Juni 2015

Holland Beker 2015: Lekker Ballern!

Piknickstimmung
Ein schönes Regttawochenende liegt hinter uns, der diesjährige Holland Beker! Nachdem es bisher nur Informationshäppchen per facebook gab, nun die ganze Story!
Der diesjährige Holland Beker fand erstmals auf der neuen Willem-Alexander-Baan in Rotterdam und nicht mehr auf der altehrwürdigen Bosbaan in Amsterdam statt. Die neue Strecke erwies sich als positive Überraschung und bei schwierigen Windbedingungen waren noch halbwegs faiere Rennen möglich. Der von uns geschätzen Holland Beker Atmosphäre tat der Wechsel auf den ersten Blick auch keinen Abbruch: alles top organisiert, locker, freundlich und entspannt (kleiner Appetithappen HIER)! So macht Rennen fahren Spaß! Schade, dass diese Stimmung auf deutschen Regattaplätzen oft zu kurz kommt.
Start zum Sonntagsfinale
Aber zu den Rennen! Wir hatten an beiden Regattatagen im Leichtgewichts-Einer gemeldet und wollten für Sonntag unsere Premiere im gesteuerten Zweier in Angriff nehmen. An beiden Tagen waren im Einer Vorläufe nötig und die Jury fand es eine witzige Idee, uns gleich in den Vorläufen schon gegeneinander zu setzen... Am Samstag morgen konnte Jost dann den Lauf gewinnen und Matthias mit Sicherheitsabstand nach hinten Zweiter werden, so dass wir beide im Finale standen. Hier dann am Nachmittag gegen unsere Trainingskameraden Christoph Thiem und Claas Mertens sowie einen Dänen und einen Holländer ein bärenstarker Auftritt von Jost, der den Rest des Feldes hinter sich ließ. Rund fünf Sekunden betrug der Vorsprung auf den zweitplatzierten Christoph Thiem. Knapp zehn Sekuden hinter Jost Matthias auf Rang vier, den er um 0,3sec gegen den dänischen Konkurrenten verteidigen konnte. HIER der LINK zum Ergebnis.
Jost und der "Skiff Beker"
Am Sonntag hatten mehr Gegner gemeldet, so dass drei Vorläufe nötig waren. Das bedeutete, nur noch die ersten beiden würden sich für das Finale qualifizieren und in unseren Lauf wurde noch Lennart van Lierup, der U23-Sieger des Vortages, gesetzt. Das bedeutete also Alarm am frühen Morgen! Zügig ging's auf die Strecke und Jost konnte gleich seinen Bugball etwas voran schieben, während dahinter Matthias und van Lierup im engen Duell waren. Am Ende kam aber van Lierup mit dem kabbeligen Wasser besser zurecht und konnte sich mit 0,9sec vor Matthias schieben, so dass er sich neben Jost den Platz im Finale sichern konnte. Ärgerlich für Matthias, dass er die Finalteilnahme auf den letzten Metern hergeben musste. Ärgerlich aber auch, weil er die anderen beiden Vorläufe mit seiner Zeit gewonnen hätte... Egal wie, die Karten für's Finale waren verteilt und hier war es wieder van Lierup, der Jost als einziger folgen konnte und ihn über die Strecke jagte. Erst sehr entschlosse dreitte 500m von Jost konnten einen kleinen Sicherheitsabstand schaffen, der sich bis zum Ziel auf 3,7sec ausdehnte. Eine superstarke Vorstellung von Jost, die mit dem Skiff Beker belohnt wurde! LINK zum Ergebnis.
Zweier-mit, kurz vorm Ziel
Unser persönliches Highlight folgte dann schon kurz darauf: der Zweier mit Steuermann! Diese traditionelle Bootsklasse ist fast von den Regatten dieser Welt verschwunden und wir wollten einmal testen, wie sich das "Wassertaxi" anfühlt. Eine Erfahrung, die nicht allzu viele Ruderer haben (geschweige denn Leichtgewichte). Dankenswerterweise konnte uns die Geißener RG ein Boot leihen und dankenswerterweise fanden sich auch Gegner: eine Mannschaft von Orca, die das Ganze ebenfalls mit Spaß sah. Die spannende Frage war, wie Jost den Ritt im Einer wegstecken würde. 75min nach dem Einerrennen dann der heiß ersehnte Start! Angefeuert von unserem Steuermann Lukas Büttner konnten wir das schwere Boot ziemlich gut anschieben und gleich in der Startphase einen Vorsprung auf das Orca-Boot schaffen, so dass wir im folgenden Verlauf das Rennen kontrollieren konnten und Jost nicht über die Grenze hinaus gefordert wurde. Nach 7:19min war diese vielleicht einmalige Erfahrung unseres Ruderlebens beendet und der Sieg im Zweier-mit geschafft (LINK zum Ergebnis)! So viel Spaß hatten wir selten bei einem Rennen bzw. um ein Rennen herum! Danke noch einmal an alle, die das ermöglicht haben! Nach der Siegererhrung dann natürlich der traditionelle Badegang des Steuermanns. Tradition in der Traditionsbootsklasse muss sein!
2+ geschafft! Siegerehrung!

Kein Bad in der Menge, sondern in der Regattabahn!

Montag, 8. Juni 2015

Beat the beast!


Das Streckenprofil (www.mtb-rhens.de)
Der Streckenplan (www.mtb-rhens.de)
"Beat the beast!" Das ist das Motto des MTB Marathons in Rhens und das haben wir souverän geschafft! Beide kamen wir bei idealen Bedingungen ziemlich problemlos durch den Tag und vor allem unfallfrei durch's Rennen. Die Strecke war in bestem Zustand und vor allem nicht lebensgefährlich schwierig, so dass auch wir Gelegenheits-Biker alles gut fahren konnten und zwischendurch auch einmal einen Blick über das Rheintal mit Bopparder Hamm und Marksburg werfen konnten! Sehr schön!
Unterwegs auf der Strecke eine kleine teaminterne Sensation, denn es geschah, was sich beim "Abschlusstraining" am Donnerstag am Feldberg abgezeichnet hatte: Jost hatte einen Bombentag und fühlte sich auf seinem neuen giftgrünen Rad pudelwohl. So fuhr er dann im Bopparder Hamm wie ein Moped an Matthias, dem eigentlich erfahreneren Mountainbiker, vorbei. Dabei war dieser schon bester Dinge ein Top-Rennen zu fahren, denn nach dem Gewühle am Start hatte schon er nur noch Gegner überholt. Aber Jost hatte eben noch bessere Beine bei seinem Beinah-Heimspiel (führte die Strecke doch durch den Geburtsort seiner Freundin; Tip für Weinfans: www.weingut-weingart.de)! Im Ziel dann nach rund 3:45h Fahrzeit die Gesamtplätze 48 (Jost) und 59 (Matthias), Abstand vier Minuten und rund 40 bzw. 45min hinter dem Sieger Sören Nissen (DEN). Ein Ergebnis mit dem wir sehr zufrieden sein konnten und das Mut macht für unsere Aktion "Sommerfrische", die ja einige MTB-Marathon umfassen soll! Die Ergebnisliste von Rhens gibt's HIER als LINK. Wir hoffen, dass wir noch paar Photos nachschieben können!
Das nächste Event der Aktion "Sommerfrische" ist dann allerdings wieder konventioneller: in drei Wochen wollen wir beim Holland Beker in Rotterdam noch einmal ein paar Rennen im Ruderboot bestreiten, um da trotz weniger Training nicht völlig aus der Übung zu kommen!

Montag, 1. Juni 2015

Zum Jubiläum: umgesattelt...

Wer erinnert sich noch?
Liebe Freunde, dies hier ist der 500ste schnellundleicht-Post! Wer hätte das im Dezember 2008 gedacht, als wir mit www.schnellundleicht.com begannen...? Seit dem ist viel passiert und viel Wasser Rhein, Saar und die ganzen anderen Flüsse heruntergeflossen. 23.462 Nutzer haben unseren Blog in dieser Zeit über 61.000mal besucht (und dabei fast 100.000 Seiten aufgerufen) und sind hoffentlich gut unterhalten und informiert worden. Eigentlich sollte es nun zum Jubiläum hier die große Feier geben, mit Feuerwerk und Preisausschreiben. Das müssen wir uns aber zum 600sten aufheben, denn die Ereignisse der letzten Wochen seit dem Pech von Brandenburg haben uns ja leider nicht so in Feierlaune versetzt. Der informierte Ruderfan hat uns sicher im Meldergebnis zur EM und zur Ratzeburger Ruderregatta vermisst und das hat seinen Grund: wir haben uns nach der Regatta Essen entschieden, die Saison auf dem Wasser "austrudeln" zu lassen und wahrscheinlich nur noch beim Holland Beker in Rotterdam zu starten. Statt dessen wollen wir nun die letzten Wochen und Monate analysieren, um zumindest das was in unserer Hand liegt, nämlich unser Training, noch besser zu gestalten. Wir wollen die Zeit ohne Regatten nun für's Training nutzen, um dann ab Herbst bereit und fit zu sein, wenn sich noch einmal die Chance auf das große Ziel Olympia bieten sollte.
Teil der neuen Strategie ist es, neben verstärktem Einer rudern, dass wir im Sommer auch mehr radeln, um etwas den Kopf vom Rudern frei zu machen. Und da wollen wir uns nun auch einigen neuen Herausforderungen zuwenden und einmal andere Wettkampfformen erleben und unsere Fitness messen. Wir werden also an einigen Radrennen teilnehmen. Das erste wird am kommenden Sonntag der MTB-Marathon in Rhens sein, hier wird es über 80km zwischen Rhens und Boppard zur Sache gehen. Ziel, wie immer bei diesen Aktionen: sicher durchkommen, nicht abka...en und Spaß haben!

Montag, 18. Mai 2015

Spektakel für Fans - leere Hände für uns

Das war leider nix. Das Regattawochenende hat uns mit zwei zweiten Plätzen und leeren Händen zurückgelassen. Auch am Sonntag konnten wir mit unseren Mannschaftskollegen Simon Barr und Claas Mertens unsere Form und Trainingsleistungen nicht ins Rennen übertragen und verloren gegen die Hamburger Renngemeinschaft, die wir am Vortag noch deutlich bezwungen hatten. Leider also nicht das gewünschte Resultat, nachdem wir uns vorgenommen hatten, einiges besser zu machen als im Samstagsrennen!
Den Zuschauen konnte es soweit egal sein, denn sie sahen das wohl spannendste Rennen der Regatta: beide Spitzenboote waren an allen Zwischenzeiten und im Ziel nie mehr als eine Sekunde auseinander, im Ziel waren es 0,3 sec. Vorsprung für Tobias Franzmann/ Stefan Wallat/ Torben Neumann und Can Temel (LINK). Rang drei ging wie gestern nach starkem Rennen an die niederländische Auswahl für die Universiade, auch diese Crew war lange vorne mit dabei. Die Sieger des Samstagsrennens waren dagegen nicht mehr angetreten. Sehr schade, hier die Revanche verweigert zu bekommen!
Aber nichtsdestotrotz, auch der Ärger über dieses Verhalten half uns nicht viel weiter, auch nicht der Ärger, über die EM-Nominierung von Athleten die bei allen Zweier-Überprüfungen hinter uns waren, denn wir waren einfach zu langsam und haben nicht das umsetzen können, was wir uns in den letzten komplizierten Wochen erarbeitet haben. Damit ist der weitere Saisonverlauf und auch die langfristige Perspektive erst einmal völlig offen, denn mit den Rennen in Essen sind wir nun im großen Feld angekommen, statt, wie es unser Anspruch ist, an der Spitze die Schlagzahl zu bestimmen.
Schauen wir mal, wie es nun weitergeht, hier bei www.schnellundleicht.com wird's die Infos geben!