Mittwoch, 3. Februar 2016

Zwischenstop...

Vor dem Trainingslager ist nach dem Trainingslager und Matthias ist für einen kurzen Zwischenstop in Saarbrücken angekommen, um mal wieder seinem Büro ein paar Besuche abzustatten, seine Wäsche zu waschen und die Taschen für die nächste Reise zu packen. Denn nach dem dreiwöchigen Trainingsblock in Hamburg, geht es am kommenden Freitag wieder los! Diesmal in Richtung Süden, genaugenommen Portugal, Porto Antigo in die Nähe von Porto. Hier soll auf dem Rio Douro eine Vorentscheidung fallen, wer im deutschen Lgw.-Vierer sitzen wird. Damit steigt also die Spannung im deutschen Vierer-ohne Projekt deutlich! Prognosen sind schwierig, denn wie welche Kombination funktionieren wird, lässt sich aktuell schwer voraussagen. Matthias ist auf alle Fälle nach dem Trainingsblock in Hamburg fit und bereit! Allerdings wird's wohl schwierig, den Weggang von Jost zu kompensieren, denn damit fehlt Matthias natürlich ein vertrauter Weggefährte und Zimmerpartner (in Trainingslagern nicht zu unterschätzen!) und dem ganzen Vierer-Projekt natürlich der erfahrenste Mann. Es wird spannend zu sehen, in welche Richtung sich die Sache nun bewegen wird! An dieser Stelle wird berichtet...!

Donnerstag, 28. Januar 2016

Jost sagt "Auf Wiedersehen"!


Unterwegs in die Zukunft!
Tja liebe Freunde des schnellen Leichtgewichtsruderns, das Team www.schnellundleicht.com hat Schwund zu vermelden. Nein, nicht die Kilos auf der Waage schwinden, schön wär’s! Nein, das Team www.schnellundleicht.com besteht ab sofort nur noch aus Matthias. Jost hat Ende letzter Woche während des Trainingslagers der Leichtgewichts-Riemen-Nationalmannschaft in Hamburg seinen Rücktritt vom aktiven Leistungssport erklärt.
Drei WM-Goldmedaillen, drei WM-Silbermedaillen, eine Olympiateilnahme, eine Olympiateilnahme als Ersatzmann, ein Europameisterschaftstitel, und eine EM-Silbermedaille, sowie nationale Titel in Belgien, Australien, Neuseeland und Deutschland sind in den Jahren der „zweiten“ Ruderkarriere von Jost herausgekommen.
2005: Moselpokalsieg mit der RG Treis-Karden
1993 mit dem Rudern im heimatlichen Ruderverein, der RG Zeltingen, auf der Mosel begonnen und seit dem nicht mehr davon weg gekommen. 1994 folgten die ersten Regattasiege im Jungen-Einer auf den Regatten in Saarburg, Cochem und Limburg. 1995 und 1996 die Qualifikation zum Kinder BW in München und Brandenburg, bevor 1997 die erste Jugendmeisterschaft im JMB 1x LG als Vierter abgeschlossen wurde. Es folgte die erste Medaille auf nationaler Ebene 1998 im JMB 1x LG auf dem Baldeneysee in Essen, Silber hinter Peter Krüger. Ein Jahr später, und nach einer tollen Saison folgte dann die Goldmedaille bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U19 im JMA 4x- LG mit den Bootskammeraden Lars Seibert, Andreas Renneisen und Christian Werner, unter der Leitung von Frank Loch. Dieser Erfolg war dann auch das Ende der „ersten“ Ruderkarriere von Jost. Im August 1999 startete Jost seine Ausbildung zum Bootsbaugesellen in Schleswig-Holstein. Dreieinhalb Jahre später absolvierte er mit Erfolg die Gesellenprüfung und fand wieder den Weg in ein Bootshaus: seine neue/alte Heimat war die Mosel, dieses Mal aber die Rudergesellschaft Treis-Karden, bei der Jost sein FSJ im Sport leistete. Einmal im Bootshaus, hat Jost natürlich auch schnell wieder den Weg ins Boot gefunden, und nachdem ein paar überschüssige Pfunde wieder abtrainiert wurden, folgten im Herbst schon die ersten Regattasiege auf den Herbstregatten der Region. Angespornt von der ersten WM-Teilnahme von Matthias wollte es Jost dann aber noch mal richtig wissen. Es folgte der Schritt in den Leichtgewichts-Männer Zweier mit Partner Ralf Balthasar unter Trainer Mike Hippert. Bereits im ersten richtigen Trainingsjahr klopfte Jost mit Partner Ralf wieder oben an: Silber im U23 LM 2- auf den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Essen und Silber im LM 8+ bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin. 2005 wurde Jost dann Senior A. Mit Partner Ralf hat man sich in den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft gekämpft, was zur Folge hatte, das man in München und Luzern im LM 2- beim Worldcup starten durfte. Im folgenden Jahr trennten sich die Wege von Jost und Ralf, und so langsam entstand schnellundleicht. Jost und Matthias fanden den Weg in ein Boot.
Die erste WM-Medaille für Jost 2006
Unter der Leitung von Diethelm „Mäx“ Maxrath formte man einen schnellen Zweier-ohne. Am Ende der ersten gemeinsamen Saison sprang Silber im LM 8+ auf der WM in Eton raus, die erste WM-Medaille für Jost. 2007 dann dasselbe Spiel, wieder Silber, wieder im LM 8+, dieses mal auf der Heim-WM in München. Im folgenden Jahr trennten sich die Wege von Matthias und Jost kurz, da Jost im LM 4- zu den Olympischen Spielen nach Peking fuhr, während Matthias wieder Silber im LM 8+ gewann. Für Jost hingegen ging das LM 4- Projekt 2008 eher unschön zu Ende. Nachdem man nachträglich die Olympiaquali geschafft hat, und gute Worldcup Ergebnisse abgeliefert hatte, musste der Vierer mit Martin und Jochen Kühner, Bastian Seibt und Jost, nach gewonnenen Vorlauf zum Halbfinale auf Grund von Krankheit abmelden. Die Enttäuschung saß tief, aber Jost berappelte sich schnell, und im folge Jahr folgte dann ein neuer Angriff. Gemeinsam mit den Kühner-Brüdern, bauten Matthias und Jost unter der Leitung von Uwe Bender einen schnellen Vierer, einen sehr schnellen Vierer! Am Ende hieß es WM-Gold in Poznan, der erste Weltmeistertitel für alle vier und das ausgerechnet im LM 4-. 2010 folgte dann ein kleiner Rückschlag. Auf Grund der Bandscheibenverletzung von Matthias, fuhr der Weltmeister mit Ersatz zur WM nach Neuseeland. Am Ende Stand Platz Vier im LM 4- und als Zugabe gab’s noch den ersten WM-Titel im LM 8+ für Deutschland und Jost. 2011 war Matthias dann wieder an Bord. Aber auf der WM in Bled sprang außer der Olympiaqualifikation nicht viel bei raus, Platz 9 war für alle Beteiligten unbefriedigend.
Weltmeister 2012: Empfang in der Heimat
Auch das Olympiajahr 2012 sollte für Jost eher unbefriedigend werden. Ersatzmann bei Olympia war nicht das was er sich vor der Saison vorgestellt hat. Im Nachgang zu Olympia wurde Jost zwar noch gemeinsam mit den Kühner-Brüdern, Basti Seibt, Lars Wichert, Jonas Schützeberg, Christian Hochbruck, Matthias und Olympiasiegersteuermann Martin Sauer zum zweiten Mal Weltmeister im LM 8+ aber der Frust der Saison überwog. Daher versuchte Jost auf der Südhalbkugel den Horizont zu erweitern. Und das gelang Ihm. Nach vier Monaten in Australien, wo er bei UTS ruderte, und bei Race 1 als Bootsbauer arbeitete kehrte er als Australischer- und Neuseeländischer Meister nach Hause zurück. Hinzu kamen die Silbermedaille im LM 1x und die Bronzemedaille im M 1x beim Worldcup in Sydney. Die Saison 2013 verlief für Jost wieder ernüchternd, Platz 14 bei der WM in Korea im LM 4- war nicht das was Jost sich erhofft hatte.
Sieg beim Silverskiff 2013
Daher 2014 einige Wechsel: Zum einen der Wechsel in die Mainzer Trainingsgruppe zu Robert Sens. Damit verbunden der Wechsel des Arbeitgebers, der ab sofort die Ruderwerkstatt war, und der Wechsel in den Skullbereich, und damit der Wechsel in den LM 4x-. Hier sollte es bei der WM in Amsterdam die sechste und damit letzte WM-Medaille für Jost geben. Gemeinsam mit Konstantin Steinhübel, Max Röger und Daniel Lawitzke gewann Jost Silber im LM 4x-. 2015 stand auch unter keinem guten Stern, zurück im Riemen-Bereich krebsten Matthias und Jost im Halbfinale der Deutschen Kleinbootmeisterschaft. Damit war die Saison vorbei, bevor sie richtig begonnen hatte. Immerhin gewannen Matthias und Jost noch beim Hollandbekker den Zweier mit Steuermann!
Im Herbst folgte dann noch mal der Angriff auf den LM 4-, gemeinsam mit Lars Wichert, Tobi Franzmann und Matthias gewann Jost die erste Kaderüberprüfung in Dortmund. Im folgenden Trainingslager in Sevilla schaffte Jost auch noch den Sprung unter die 9 Athleten die den LM 4- zur Olympiaqualifikation bilden sollen, aber hier begann auch die Zeit des Zweifel, ob das Projekt noch das ist, für was man kämpfen möchte. Jost wollte immer noch mal zu den Olympischen Spielen, aber nur dann wenn es eine Chance gibt endlich mal erfolgreich abzuschneiden. Diese Chance sieht Jost nicht, von daher folgte der konsequente Schritt das Projekt zu verlassen und sich neuen Aufgaben zu widmen.

Samstag, 16. Januar 2016

Jahresauftakt in Hamburg

spektakuläres Revier: die Alster
Liebe Blog-Leser, Euch/Ihnen allen ein gutes neues Jahr! Wir sind gespannt, was uns 2016 bringen wird! Man muss wohl kein Hellseher sein, um zu ahnen, dass Änderungen in unserem Leben auf uns zukommen, aber "wie", "was" und "wann" werden spannende Fragen!
Das neue Jahr haben wir nach ein paar Tagen zu Hause nun in Hamburg richtig beginnen lassen. Hier sind wir wieder mit dem Kreis der Leichtgewichts-Riemen-Ruderer zusammen zum Training. Nach einer Formüberprüfung auf dem Ergometer sind wir hier für insgesamt drei Wochen zusammen. Da der Januar in Sachen Rudern in Hamburg ein etwas "kniffliger" Monat ist, besteht das Training viel aus allgemeiner Athletik und "Spezialtraining" (s.u.), aber wenn es das Wetter zulässt (so wie heute früh) sind wir auch auf der Alster unterwegs. Sicher eines der sehenswürdigsten Ruderreviere in Deutschland! 
Da das mit dem Rudern aber nicht immer klappt, gibt es auch einige "alternative" Trainingssessions, dazu einige Bilder unseres Trainers Tim Schönberg (mehr davon bei facebook auf der Seite des "GER LM4-"):

Prügeln unter Brüdern???

Nein! Koordination und Stabi-Training mal anders...

...Kickboxen als "Spezialtraining"!


Schwimmen, fast so hart wie das Boxen...

Dazu noch Wattbike-Sessions mit "Mr. Wattbike" Dirk Schildhauer...



Samstag, 19. Dezember 2015

Sevilla - Goodbye!

Alles gepackt, ready to go...
Das war's! Zweieinhalb Wochen Trainingslager in Sevilla liegen hinter uns und wir sind für eine kleine Winterpause zurück in heimischen Gefilden. Wie geschrieben, war die letzte Trainingslagerwoche mit den Ausscheidungsrennen eine heftige Angelegenheit (LINK zum Post) und so diente der vorletzte Tag in Sevilla vor allem der Regeneration, bevor es dann am letzten Tag ans Packen ging.
Glücklicherweise konnten wir dann auch unseren Flieger erreichen (was nicht allen deutschen Trainingsgruppen gelang...) und dann ging's über Mallorca zurück nach Frankfurt. Nun gilt es zu Hause wieder die Batterien aufzuladen und über die Weihnachtstage etwas "runter" zu kommen, um dann im Januar die nächste Trainingsphase in Hamburg angehen zu können. Hier soll es für rund drei Wochen vor allem darum gehen, die Fitness nach oben zu schrauen und eine noch bessere physische Ausgangsbasis für die beiden Trainingslager im Februar und März in Portugal zu legen.
Das Trainingslager in Sevilla bleibt uns vor allem wegen der Seatraces in Erinnerung, dadurch waren die kulturellen Highlights etwas dünner gestreut, als bei unserem letzten Besuch 2012 am Guadalquivir. Aber nichtsdestotrotz hat es uns wieder sehr gut in Andalusien gefallen und das Ambiente auf dem Wasser in Sevilla ist, gerade an Wochenenden wenn am Fluss das Leben pulsiert, schon etwas besonderes.