Mittwoch, 21. Februar 2018

Matthias siegt bei Ergometer-WM

Freude bei der Siegerehrung der
ersten World Indoor Rowing Championships
(Bild: Concept 2 Germany)
Matthias hat am vergangenen Sonntag bei der ersten offiziellen Ergometer-Weltmeisterschaft im US-amerikanischen Alexandria (Virgina) die Goldmedaille gewonnen. In der Klasse der 30 bis 39-jährigen Leichtgewichtsruderer konnte er sich in einem Herzschlagfinale gegen den Iren Nathan O’Reilly durchsetzen. Nach vier Siegen bei den bisherigen inoffiziellen Weltmeisterschaften, den C.R.A.S.H.-B Sprints in Boston, ein schöner Erfolg im neuen Rahmen der World Indoor Rowing Championships (WIRC) des Weltruderverbandes FISA. Die WIRC sollen von diesem Jahr an in jeweils einer anderen Stadt rund um den Globus stattfinden. Wenn das kein Anreiz ist, weiter kräftig an der Concept2-Ergometer-Kette zu ziehen und in Form zu bleiben!
Im Rennen, da ging's noch (Bild: Concept 2 Germany)
Zurück zum Rennen in diesem Jahr: das virtuelle 2000m-Rennen verlief zunächst völlig nach Matthias' Geschmack, denn er konnte sich früh von den Verfolgern absetzen und war auch auf Kurs auf eine gute Zeit. Zu Beginn des letzten Renndrittels allerdings kam sein Vormarsch ins Stocken und der Ruderer aus Irland (startend für die Tideway Sculler School London) witterte seine Chance und zog einen langen Endspurt an. 300m vor dem Ziel sah alles danach aus, als würde O‘Reilly den ziemlich schwächelnden Matthias auf dem letzten Stück des Rennens überholen können, denn der Vorsprung schrumpfte Meter um Meter. Aber Matthias fand auf den letzten 15 Schlägen noch Kraftreserven und konnte einen kleinen Rest seines stark geschmolzenen Vorsprungs ins Ziel retten und O’Reilly mit 0,5 sec Rückstand und einer Zeit von 6:22,1 min auf Rang zwei verweisen. Nicht weit hinter den Gold- und Silbermedaillengewinnern kam der Spanier Damian Alonso auf dem Bronzerang ins Ziel (LINK zum Gesamtergebnis).
Das war hart... (Bild: Concept 2 Germany)
Damit sich die Nordamerika-Reise auch richtig lohnt, steht für Matthias am kommenden Wochenende noch der Ergometer-Klassiker in Boston, die C.R.A.S.H.-B-Sprints auf dem Programm, wir sind gespannt!

Hinweis in eigener Sache

Liebe Freunde, nach etwas Funkstille (was nicht nur an überschaubaren sportlichen News lag) hier einmal wieder ein neuer Post bei www.schnellundleicht.com und hiermit direkt der Hinweis auf zwei neue Logos im rechten Seitenmenü: hier handelt es sich um die Logos (und damit den direkten Link) zu
  • wirfueryannic: Dem Verein der im Andenken an unseren Ruderkollegen Yannic Corinth gegründet wurde und der versucht das Thema "Depression" ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. 
    http://www.wirfueryannic.de/
  • DKMS: Die DKMS ist die zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle für Knochenmarkspenden bzw. potentielle Knochenmarkspender. Die Typisierung als Stammzellspender ist einfach und kann im Fall der Fälle leben retten.
    http://www.dkms.de/

Aufgrund persönlicher Betroffenheit zu beiden Themen möchten wir Euch auf beide Orgnisationen aufmerksam machen und Euch bitten, hier zur Unterstützung beizutragen bzw. die Gedanken und Ideen die jeweils dahinter stehen weiter zu verbreiten. Wir danken Euch schon einmal, wenn Ihr einen Blick auf die entsprechenden Seiten werft!

Donnerstag, 12. Oktober 2017

2mal feuchtfröhliches Vergnügen zum Abschluss der MTB-Marathon-Saison

Nach dem Ausflug zur Marathon-DM in Gruibingen wagte Matthias sich noch zum Abschluss der MTB-Marathon-Saison an zwei weitere Rennen: den Gallahaan-Trail in Boppard-Oppenhausen und die Langstrecke in Günthersleben bei Würzburg. Beide Rennen waren von herbstlichen Bedingungen geprägt und dementsprechend "feucht-fröhlich"... 
Das Rennen in Oppenhausen ist schon auf dem Papier eine absolute Wucht: 100 Kilometer Streckenlänge und 3000 Höhenmeter Anstieg werden "versprochen" und der Laie fragt sich, wie das in der Region zwischen Mosel und Rhein bewältigt werden soll. Im Rennen wurde schnell klar wie: indem jeder (und wirklich jeder!) Anstieg in den Wäldern um Oppenhausen ins Streckenprofil eingefügt wurde! Das Rennen lief allerdings für Matthias gut an und auch auch das Wetter entwickelte sich im Rennverlauf zunehmend gut und sonnig, so dass sich das Ganze zunächst ganz positiv entwickelte. Nach dreieinhalb Stunden kam dann vom Streckenrand sogar die Info, dass Matthias nur gut 20min hinter der Spitze läge, für den Zeitpunkt des Rennens eine erfreuliche Nachricht! Die Worte des Streckenpostens waren allerdings kaum verklungen, als sich die 1000 Anstiege der Strecke bei Matthias bemerkbar machten und er zunächst einen und später zwei Gänge zurückschalten musste. Rien ne va plus. Die letzten 20 Kilometer entwickelten sich zu einer endlosen Plackerei, die kein Ende zu nehmen schien. Aber dann tauchte nach 5:15h und Anstieg Numer 1356 doch das ersehnte Ziel am Sportplatz Oppenhausen auf und Matthias fuhr auf Rang 13 der Gesamtwertung (7. Platz Senioren1) über die Ziellinie. Was für ein Tag im Sattel...
Endlich im Ziel in Günthersleben!
Im Gegensatz zu Oppenhausen sah die Ausschreibung des Rennens in Günthersleben wie ein Kinderspiel aus: die Hälfte der Distanz und die Hälfte der Höhenmeter. Alles easy also! Denkste! Da es die Tage vor dem Rennen und noch in der Nach vor dem Rennen ausgiebigst geregnet hatte, hatte das gesamt Feld ab dem ersten Geländestück mit ordentlich Morast und Schlamm zu kämpfen und das führte dazu, dass man deutlich langsamer vorankam als einem lieb war und leider führte es auch dazu, dass man die vielen schicken Trails nicht so genießen konnte wie das bei Trockenheit möglich gewesen wäre. Auch Matthias tat sich zunächst schwer, unter anderem auch weil die Sicht durch jede Menge Schlamm auf der Brille deutlich engeschränkt war. Aber nach einiger Zeit wurde dann doch ein ordentliches Tempo gefunden und spätestens nach der tollen Aussicht auf Würzuburg zur Streckenhälfte fing die Sache dann auch an Spaß zu machen. In der Folge ein paar weitere schöne Trails und, was im Rennen ja das wichtigeste ist, der Zugewinn von ein paar Plätzen.  Aber der Schlamm begann so langsam seinen Tribut zu fordern: das Rad wurde immer schwerer, irgendwas schliff immer und man kam schlichtweg nicht mehr allzu gut von der Stelle. Dazu auf einer Schlamm-Rutschbahn noch ein Slapstick-Sturz: neben dem Rad ging's auf dem Allerwertesten sitzend einfach weiter bergab... Auf alle Fälle wurden die letzten 10km ziemlich zäh, da die bei dem langsamen Tempo kein Ende nehmen wollten. Aber irgendwann war's doch geschafft und die Ziellinie wurde als 22. gesamt und 5. in der Alterklasse überquert.
Das Rennen in Günthersleben müsste dann wohl der Abschluss der Mountainbike-Marathon-Saison 2017 gewesen sein. Nach Krankheit und Raddefekten im Frühjahr kamen dann doch noch paar nette Rennen zusammen. Allerdings kam's ergebnismäßig zu keinen größeren Fortschritten, alles ok, aber nix supergut. Da muss man doch wohl mal konzentrierter trainieren, statt nur Rad fahren...  ;)

Mittwoch, 11. Oktober 2017

2 Südwest-Rudertitel für Jost!

Nachdem Matthias sich vor zwei Wochen in Bernkastel wieder auf's Wasser wagte, zog Jost am vergangenen Wochenende nach und trat bei der Südwestdeutschen Meisterschaft in Trier gemeinsam mit seinen Athleten vom Koblenzer RC Rhenania in Vierer-ohne und Achter an. Und er trat nicht nur an, um die Boote vollzumachen, sondern am Ende des Tages konnte er in beiden Rennen auch gewinnen (LINK zum Regattaergebnis)!
Im Vierer-ohne führte die Crew von Jost vom Start weg und das ist über die 500m-Strecke bekanntlich die halbe Miete. Die Crew aus Mainz bedrängte das Boot von Jost zwar, aber die Koblenzer Mannschaft ließ nichts anbrennen und setzte sich mit einem knappem Vorsprung von 0,39sec. vor dem Mainzer Boot durch. Platz drei ging nach Treis-Karden.
Im Achterrennen brannten dann die Mainzer auf Revanche nach dem verlorenen Vierer und vom Start weg sah es so aus, als würde dieses Unterfangen auch gelingen: mit hoher Frequenz schoben sie sich ein paar Ruderplätze in Front. Aber hier bewies Josts Mannschaft Nervenstärke und unter der souveränen Führung von WM-Medaillengewinner Jonas Wiesen auf dem Steuerplatz gelang mit einem massiven Schlussspurt noch der Sprung an die Spitze des Feldes und der Sieg mit 0,81sec Vorsprung vor dem Mainzer Ruder-Verein.
Ein unverhofft erfolgreiches Ergebnis für Jost, der ja in der Hauptsache seine Athleten betreut und selbst kaum noch zum rudern kommt. Aber gelernt scheint gelernt!