Donnerstag, 14. August 2014

WM-Meldeergebnis veröffentlicht!

Die WM in Amsterdam rückt für Jost immer näher. Das nächste Zeichen, dass es bald losgeht, war gestern die Veröffentlichung des Meldeergebnisses und des Zeitplans. Hier gab es eine positive Überraschung, denn in Jost's Bootsklasse, dem Leichtgewichts-Doppelvierer, haben nun doch zehn Crews gemeldet. Eine Zahl die nach dem schwachen Luzern-Meldeergebnis unsicher schien. Nun geht es also für die deutsche Crew gegen die Mannschaften aus:
- Dänemark
- Italien
- USA
- Uruguay
- Brasilien
- Niederlande
- China
- Mexico
- Griechenland
Die letztgenannten Griechen sind Titelverteidiger, jedoch ist die Crew umbesetzt worden. Ebenso in neuer Besetzung die Dänen, die nach den bisherigen Rennen als leichte Favoriten gelten durften. Immer stark und zu beachten sind die Italiener. Die Chinesen, wie so oft, eine unbekannte Größe. Spannend dürfte die Performance des holländischen Teams auf eigener Strecke werden, die Männer in Oranje haben einige ihrer Top-U23-Leute in den Vierer gesetzt.. Egal wie, der erfahrenen deutschen Crew sollte vor keinem Gegner Bange sein.
Zurzeit sind Jost und Co. in Ratzeburg mit der gesamten deutschen Mannschaft im Trainingslager und bereiten sich auf die Rennen in Amsterdam vor. Im Amsterdam wird es dann am 25.08. für Jost im Vorlauf erstmals zur Sache gehen.

Hier, wie gewohnt eine Übersicht über die wichtigsten Links zur WM

Sonntag, 27. Juli 2014

Einsamer Ritt statt gemeinsamem Training: Matthias beim Saarschleifen MTB-Marathon

Kurz nach dem Start
im großen Pulk
Matthias hat heute, etwas unplanmäßig, sein Comeback auf der Mountainbike-Rennstrecke "gefeiert": kurzentschlossen trat er beim Saarlschleifen-Mountainbike-Marathon an, nachdem das für dieses Wochenende geplante gemeinsame Training wegen eines zu hohen Rheinpegels buchstäblich ins Wasser fiel. Eigentlich war geplant, dass wir beide zusammen in Mainz rudern, während der größte Teil unserer Trainingsgruppe im italienischen Varese um die Medaillen bei der U23-WM fährt. Aber zu viel Wasser im Rhein, Ergebnis der Niederschläge die schon Luzern etwas unangenehm gestalteten, machte Rudern ziemlich sinnlos und so fuhr Matthias nach zwei gemeinsamen Rad-Einheiten am Samstag wieder nach Saarbrücken zurück.
Aus der Not machte er eine Tugend und meldete kurzentschlossen heute
Später mit wenigen Begleitern und
dicken Backen
Morgen beim Saarschleifen-Mountainbike-Marathon in Orscholz nach. Auf dem Programm standen 98 km mit 2250 Höhenmetern im Bereich zwischen Taben-Rodt, Saarhölzbach, Mettlach und Orschholz. Bei strahlendem Wetter ging es dann um halb zehn auf die Piste und das Feld der Langstrecken-Starter zog sich bald auseinander. Ab Kilometer 15 war Matthias dann die meiste Zeit auf sich alleine gestellt. Nur vereinzelt kamen Konkurrenten, die ihr Pulver zu früh verschossen hatten, wieder zu ihm zurückgefallen. Das war aber das Positive an diesem Tag: trotz fehlendem spezifischen ultralangem Training blieb Matthias von
Allein auf weiter Flur
dem Ziel entgegen
einem Einbruch verschont! Und, was noch wichtiger war, ebenso blieb er von einem Sturz verschont und konnte den Ritt durch die Wälder an beiden Saarufern und das großartige Panorama genießen, ohne sich mit dem "Gespenst" des Unfalls vom vergangenen Jahr herumärgern zu müssen. Gegen Ende wurde der letzte Anstieg hinauf nach Orscholz zwar doch zur ziemlichen Qual, aber im Ziel dann Freude über's "finishen"! In der Ergebnisliste stand letztschlussendlich Gesamtrang 35 mit einer Zeit von knapp unter fünf Stunden zu Buche. In der Altersklasse "Senioren 1" (witzig, wie von Sport zu Sport die Alterklassenbezeichnungen variieren) der zwölfte Rang (LINK zum Ergebnis).
By the way: an dieser Stelle der Hinweis auf das Bootshaus an der Saarschleife in Dreisbach in dem alle, die an der Saarschleife rudern oder eben radeln möchten, unterkommen können. Schaut einmal hier rein: www.bootshaus-an-der-saarschleife.de.

P.S.: Unsere Trainingskollegen haben sich heute in Varese sehr gut geschlagen! Knapp an den Medaillen vorbei aber großartig gekämpft haben Anna Götz und Timo Piontek die jeweils Vierte wurden, genauso wie gesten schon Elias Dreismickenbecker und Roman Acht. Ganz vorne landeten Jason Osborne und Moritz Moos. Ihnen einen herzlichen Glückwunsch, genauso wie unserer Saarbrücker Vereinskollegin Anne Beenken, die Bronze im Einer gewann.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Aus vier mach eins: Jost bleibt im Doppelvierer

So liebe Freunde, nun ist klar wer dieses Jahr Deutschland im Leichtgewichts-Doppelvierer vertreten wird. Als einziger Ruderer des Luzern-Doppelvierers hat Jost es geschafft, im Boot zu bleiben. Matthias, Michael und Christoph werden dagegen bei der Ruder-WM in Amsterdam maximal als Zuschauer dabei sein... Was ist passiert? Wie kam es dazu?
Der Totalumbau des Doppelvierers ist der Entscheidung im Leichtgewichts-Doppelzweier geschuldet. Hier waren zwei Crews im Rennen um den WM-Startplatz und schlussendlich haben unsere Trainingskameraden Jason Osborne und Moritz Moos das Rennen gemacht. Die beiden werden also neben der U23-WM an diesem Wochenende (Viel Erfolg!) auch die A-WM in Angriff nehmen. Der nicht-berücksichtigte Doppelzweier Lars Hartig/ Konstantin Steinhübel musste aufgrund der individuellen Stärke der beiden Ruderer aber auch "verarbeitet" werden und so erhielt Lars als Frühtest-Sieger den Platz im Einer und Konstantin einen der Doppelviererplätze. Da Lars aber den bisherigen Einerfahrer Daniel Lawitzke verdrängt und der sich aber aufgrund seiner Saisonleistungen auch einen Platz bei der WM erarbeitet hat, rutscht er nun auch zu Jost und Konstantin in den Doppelvierer. Somit stand ein Stamm von drei Ruderern fest. Ruderer Nummer vier wurde dann am Wochenende ermittelt, hier konnte sich Max Röger aufgrund seines Ergo-Wertes gegen den Luzern-Schlagmann Michael Wieler durchsetzen. Großes Stühle rücken also nach dem Weltcup in Luzern, ob das alles gewinnbringen oder sinnvoll ist/ war, wird die WM in Amsterdam zeigen. Für Jost geht es nun darum, mit der neuen Mannschaft und dem neuen Trainer Drik Brockmann (Hamburg) klarzukommen: aus vier starken Individualisten muss nun eine funktionierende Einheit geformt werden. 
Matthias wird nun seinen Sommer damit verbringen sich fit zu halten, seine Zähne zu sanieren und einige Angelegenheiten im Berufsleben zu organisieren, damit er wieder mehr Zeit zum Training hat und bei der nächsten WM nicht mehr zuschauen muss...  

Montag, 14. Juli 2014

Geschafft: nach Jahren wieder Medaille am Rotsee!

Die letzten Meter...
Es ist geschafft! Nach schweren Jahren mit krankheitsbedingten Abmeldungen, Disqualifikationen, Pech und Unglück ist es uns gelungen, wieder einmal Medaillen aus dem Luzerner Rotsee zu fischen!
Aber es war ein hartes Stück Arbeit diese Silbermedaille im Leichtgewichts-Doppelvierer zu errudern! Schon nach dem Bahnverteilungsrennen am Freitag war klar, dass die Dänen ihre Favoritenrolle um alles in der Welt verteidigen würden und dass wir hier bis auf's letzte gefordert werden würden. Auch Hongkong 1 war bei weitem nicht abzuschreiben.
...geschafft!
Bei bestem Wasser auf dem Rotsee ging's dann im Finale um die Wurst, vieles wollten wir nicht anders machen als im Bahnverteilungerennen. Das Hauptaugenmerk lag vor allem darauf sauberer zu rudern als im Rennen am Freitag. Das gelang in dem Finale auch ganz ordentlich, aber die Dänen erwischten einen schnellen Start und konnten die ersten 500m mit etwas mehr Vorsprung als im Bahnverteilungsrennen durchfahren. 
Für ein Kurzstatement reichte die Luft
gerade noch.
Über die Streckenmitte dann ähnliche Zwischenzeiten von uns, Dänemark und Hongkong, so dass die letzten 500m die Entscheidung bringen mussten. Und hier, wie schon am Freitag und in Ratzeburg, war gegen die Dänen kein Kraut gewachsen und Nielsen/ Nilton/ Espensen/ Nielsen konnten hier ihren Sieg perfekt machen. Wir dagegen konnten die Crew aus Honkong auf Distanz halten und uns somit Silber sichern. Der Rückstand auf die Dänen 2,23sec., Vorsprung auf Honkong 1 2,95sec (LINK zum Ergebnis).
Nach aller Anstrengung dann bei der Siegerehrung Freude über unseren gelungenen Auftritt, der auch der einzige und wohl letzte dieser Mannschaft war. Denn nach dem Weltcup in Luzern geht es nun darum die Nationalmannschaft für die WM in Amsterdam zu selektieren und hier haben wir keine Freifahrtscheine. Von daher ist die Silbermedaille von Luzern für uns alle vier ein greifbares Ergebnis der bisherigen Saison und für uns beide nach zwei Jahren wieder der erste gemeinsame Erfolg. Sind wir gespannt, wie die Saison weiter verlaufen wird!
Das Podium im Lgw.-Männer-Doppelvierer in Luzern 2014:
Silber: GER - Gold: DEN - Bronze: HKG I (alle Bilder: rudern.de, O. Quickert)