Donnerstag, 12. Oktober 2017

2mal feuchtfröhliches Vergnügen zum Abschluss der MTB-Marathon-Saison

Nach dem Ausflug zur Marathon-DM in Gruibingen wagte Matthias sich noch zum Abschluss der MTB-Marathon-Saison an zwei weitere Rennen: den Gallahaan-Trail in Boppard-Oppenhausen und die Langstrecke in Günthersleben bei Würzburg. Beide Rennen waren von herbstlichen Bedingungen geprägt und dementsprechend "feucht-fröhlich"... 
Das Rennen in Oppenhausen ist schon auf dem Papier eine absolute Wucht: 100 Kilometer Streckenlänge und 3000 Höhenmeter Anstieg werden "versprochen" und der Laie fragt sich, wie das in der Region zwischen Mosel und Rhein bewältigt werden soll. Im Rennen wurde schnell klar wie: indem jeder (und wirklich jeder!) Anstieg in den Wäldern um Oppenhausen ins Streckenprofil eingefügt wurde! Das Rennen lief allerdings für Matthias gut an und auch auch das Wetter entwickelte sich im Rennverlauf zunehmend gut und sonnig, so dass sich das Ganze zunächst ganz positiv entwickelte. Nach dreieinhalb Stunden kam dann vom Streckenrand sogar die Info, dass Matthias nur gut 20min hinter der Spitze läge, für den Zeitpunkt des Rennens eine erfreuliche Nachricht! Die Worte des Streckenpostens waren allerdings kaum verklungen, als sich die 1000 Anstiege der Strecke bei Matthias bemerkbar machten und er zunächst einen und später zwei Gänge zurückschalten musste. Rien ne va plus. Die letzten 20 Kilometer entwickelten sich zu einer endlosen Plackerei, die kein Ende zu nehmen schien. Aber dann tauchte nach 5:15h und Anstieg Numer 1356 doch das ersehnte Ziel am Sportplatz Oppenhausen auf und Matthias fuhr auf Rang 13 der Gesamtwertung (7. Platz Senioren1) über die Ziellinie. Was für ein Tag im Sattel...
Endlich im Ziel in Günthersleben!
Im Gegensatz zu Oppenhausen sah die Ausschreibung des Rennens in Günthersleben wie ein Kinderspiel aus: die Hälfte der Distanz und die Hälfte der Höhenmeter. Alles easy also! Denkste! Da es die Tage vor dem Rennen und noch in der Nach vor dem Rennen ausgiebigst geregnet hatte, hatte das gesamt Feld ab dem ersten Geländestück mit ordentlich Morast und Schlamm zu kämpfen und das führte dazu, dass man deutlich langsamer vorankam als einem lieb war und leider führte es auch dazu, dass man die vielen schicken Trails nicht so genießen konnte wie das bei Trockenheit möglich gewesen wäre. Auch Matthias tat sich zunächst schwer, unter anderem auch weil die Sicht durch jede Menge Schlamm auf der Brille deutlich engeschränkt war. Aber nach einiger Zeit wurde dann doch ein ordentliches Tempo gefunden und spätestens nach der tollen Aussicht auf Würzuburg zur Streckenhälfte fing die Sache dann auch an Spaß zu machen. In der Folge ein paar weitere schöne Trails und, was im Rennen ja das wichtigeste ist, der Zugewinn von ein paar Plätzen.  Aber der Schlamm begann so langsam seinen Tribut zu fordern: das Rad wurde immer schwerer, irgendwas schliff immer und man kam schlichtweg nicht mehr allzu gut von der Stelle. Dazu auf einer Schlamm-Rutschbahn noch ein Slapstick-Sturz: neben dem Rad ging's auf dem Allerwertesten sitzend einfach weiter bergab... Auf alle Fälle wurden die letzten 10km ziemlich zäh, da die bei dem langsamen Tempo kein Ende nehmen wollten. Aber irgendwann war's doch geschafft und die Ziellinie wurde als 22. gesamt und 5. in der Alterklasse überquert.
Das Rennen in Günthersleben müsste dann wohl der Abschluss der Mountainbike-Marathon-Saison 2017 gewesen sein. Nach Krankheit und Raddefekten im Frühjahr kamen dann doch noch paar nette Rennen zusammen. Allerdings kam's ergebnismäßig zu keinen größeren Fortschritten, alles ok, aber nix supergut. Da muss man doch wohl mal konzentrierter trainieren, statt nur Rad fahren...  ;)

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