Sonntag, 5. August 2012

Olympia 2012: die kulturellen Aspekte

Ruderrevier in Maidenhead
Big Ben: DAS britsiche Wahrzeichen
Am Themseufer 1
Am Themseufer 2
Maidenhead Rowing Club
Themse oberhalb des Rudervereins

Eines von unzähligen (schicken) Motorbooten
Nachdem wir wieder in Deutschland angekommen sind und uns von der England-Spezial-Softweißbrot-Sandwich-Diät erholt haben, hier noch ein kleiner Nachtrag in Sachen Kultur & Tourismus samt einigen Photos: Unsere Woche in Maidenhead war in erster Linie davon geprägt Gewicht und Fitness zu halten um im Fall der Fälle in den Lgw.-Vierer einspringen zu können. Da die Jungs aber alle gesund und munter blieben kamen wir nicht im Rahmen der olympischen Regatta zum Einsatz. Somit trainierten wir auf der Themse in Maidenhead, keine 10km von der Olympia-Strecke in Eton-Dorney entfernt. Hier erlebten wir beim Maidenhead Rowing Club die britische Einstellung zum Rudern, bei ordentlich Strömung auf der Themse waren alle Crews sehr engagiert am Werke und im Vergleich zu uns immer leicht und luftig gekleidet, mehr als einen Einteiler braucht man schließlich nicht zum Rudern... Im Training hatten wir etwas mit Strömung und Kurven zu kämpfen und waren erstaunt wie sehr das Rudern dort uns forderte. Dafür entschädigte dann aber immerhin die Lage des Ruderreviers, das durch die Vorgärten feinster englischer Landhäuser führte! Ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftig waren die Trainingszeiten, aber man musste früh raus, um der Armada von Motorbooten aus dem Weg zu gehen die die Themse zur Ferienzeit bevölkern. Gleiches Spiel dann Abends: abwarten bis die Schleusen schließen, um dann wieder brauchbares Wasser zu haben. An Land am Rudervein dann die in der Ruderfamilie typische Herzlichkeit, wir wurden sehr nett aufgenommen und hatten die ein oder andere nette Stunde in den Clubräumen, da an jedem Abend Programm geboten wurde!

Der deutsche Frauen-Doppelvierer in Aktion
Buntes Treiben hinter den Tribünen
Olympische Ringe an der Regattastrecke
Ebenfalls sehr nett unsere Unterkunft und die Nachbarn des von uns bewohnten Hauses. In unserem Häuschen hatten wir alle sechs genug Platz und kamen gut miteinander aus. Die Nachbarn und der Vermieter waren stets nett und hilfsbereit, selbst ein Notfall-Klingeln abends um 22Uhr brachte die Nachbarn nicht aus der Ruhe und sie assistierten schließlich gar beim Einbruch in unser eigenes Haus nachdem sich das Türschloss verklemmt hatte!
Von der Ruderregatta bekamen wir live nicht allzu viel mit, lediglich am ersten Renntag waren wir an der Strecke, die 50min Fußmarsch dorthin waren eine nette Abwechslung. An der Strecke dann Szenen wie beim Fußball zigtasende Fans strömten nach Dorney Lake, um die gigantischen Tribünen und die Picknick-Wiese zu belagern. Davor jedoch Sicherheitskontrolle wie am Flughafen (inklusive der Regeln für Getränke: an einem Sommertag die Lizenz zum Gelddrucken, denn irgendwas muss man ja trinken!). Hier lief aber alles freundlich und souverän ab. Die Rennen wurden von den Fans lautstark begleitet, besonders britische Beteiligung sorgte für donnernden Applaus. Wir bekamen aber auch einige sehr ordentliche Vorstellungen deutscher Crews zu sehen, dazu traf man noche einige Bekannte aus der Ruderwelt zu Plausch. Soweit also ein gelungener Tag!
Tower of London

Olympiastadion von weitem



Houses of Parliament
Buckingham Palace
Tower Bridge im Olympia-Stil
Victoria Memorial
Den Tag des Vierer-Halbfinals nutzen wir, um nach dem Rennen das "unserer" Crew das A-Finale verwehrte, London unter die Lupe zu nehmen. Ein Nachmittag ist natürlich für diese großartige Stadt viel zu wenig, aber einige markante Punkte nahmen wir unter die Lupe und ließen einfach ein bisschen das olympische Flair auf uns wirken: Sportler und Fans aus aller Welt die sich treffen und vergnügen und miteinander ein großes Fest feiern, hat schon was diese Grundidee von Olympia! Ein Highlight in London war dann, dass wir aus nächster Nähe eine Öffnung der Tower Bridge miterlebten. Ein faszinierendes Bild! Endstation unserer Erkunding war der Olympic Parc, hier leider ein Wehmutstropfen: ohne Ticket kommt man nicht rein und Tickets gibt's keine vor Ort. Schade! Danach dan fix und fertig von Sightseeing der Rückweg nach Maidenhead wo am nächsten Morgen wieder zum Training angetreten wurde.
Wehmutstropfen Nummer 2 war dann leider die Rückreise: in Heathrow mussten wir feststellen, dass unser Flug gecanceled wurde und so durften wir von 13 bis 19Uhr auf dem Flughafen sitzen, immerhin wurden wir hier dann unsere letzten britischen Pfund los. Naja.
Summa summarum hatten wir eine gute Woche und, trotz unserer "Hab-Acht-Stellung" viele nette Momente und Eindrücke!

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