Dienstag, 22. August 2017

Garantie für dicke Beine: Hirzweiler- & Neustadt-Wochenende

Auf traumhaften Pfaden:
Marathon Neustadt
Das war mal wieder ein anstrengendes Wochenende! Nachdem im letzten Jahr die Kombination von Kirmesrennen Hirzweiler und Marathon Neustadt schon für ordentlich dicke Beine sorgte, konnte ich mir das Ganze in diesem Jahr natürlich nicht entgehen lassen und meldete entgegen der ursprünglichen (vernünftigen) Planung nicht nur in Neustadt sondern auch in Hirzweiler. Aber entgegen der Qual im letzten Jahr sollte das wirklich nur eine Vorbelastung werden, der Fokus lag auf der Langstrecke in der Pfalz.
In Hirzweiler dann die üblichen Verdächtigen der saarländischen Szene an der Startlinie und dann ging's auch schon munter los. Tempo war schnell gefunden und die ersten beiden Runden ging's im vorderen Viertel dann mit etwas mehr Zug zur Sache. Nach der zweiten Runde dann aber der Tritt auf die Bremse, um sich für den Sonntag nicht völlig aus der Welt zu schießen... Also dann mal 1:30min langsamer pro Runde und auf dem Nieveau blieb es dann auch, bis in der vorletzten Runde die Beine nochmal intensiver bewegt wurden. Das brachte mich dann auf Gesamtrang 15 und Platz 4 in meiner Alterklassse. Für dosierten Einsatz gar kein so schlechtes Ergebnis! Allerdings riet mir Meister Garmin nach Zieldurchfahrt trotzdem noch zu zwei Tagen Ruhe...
Zwei Tage Ruhe? War da nicht was?!? Tja, am kommenden Tag ging's nämlich nach Neustadt. Hier schlängelt sich auf wenigen Quadratkilometern Fläche die super Strecke mit ihren vielen Trails über den Weinbiet. Von daher große Vorfreude, aber auch Sorge, wie sich die Beine halten würden. Nach den Erfahrungen des Vorjahres sollte das Rennen auf alle Fälle defensiver angegangen werden! Das gelang dann auch ... halbwegs. Nach einigen Kilometern war dann doch so etwas wie eine Gruppe entstanden der ich halbwegs folgen konnte, zumindest bis zur ersten Gipfelquerung des Weinbiet, da fuhren mir die Jungs etwas weg, blieben aber in Sichtweite. Bei Kilometer 30 ging dann jedoch die Pechsträhne los, die mich den Rest des Rennens plagte:des Ast eines Busches am Wegesrand zog sich in die Kette und hinderte am Schalten und Teile des Astes machten sich in der Kassette breit, so dass verschiedene Gänge blockiert waren. Nerviges Gefummel bis das alles wieder gerichtet war und damit war die Gruppe dann auch nicht mehr in Sichtweite. Sch... Aber gut, das ist Marathon! Weiter ging's bis zum letzten, schweren, Trail der ersten Runde, hier dann Unglück Nummer 2: ein Sturz in einer Serpentine. Zum Glück nicht viel passiert, Dreck abkloopfen und weiter! Kurz nach Beginn der zweiten Runde dann das nächste Malheur: mit dem Pedal hake ich an einer Stufe ein und schlage einen Salto vorwärts. Bremsgriff verschoben und Riesenfrust. Im weiteren Verlauf merke ich dann, dass auch das Schaltauge bei dieser Aktion was abbekommen hat und so muss immer wieder gestoppt werden, um nochmal per Hand das Teil so hinzubiegen, dass die Schaltung immerhin halbwegs funktioniert. Ätzend! Naja, bei all diesen Missgeschicken fiel immerhin nicht auf, wie anstrengend die ganze Geschichte wieder war... Aber in der Tat, die Kräfte waren in diesem Jahr deutlich besser eingeteilt und so konnte ich das Rennen mit Anstand zu Ende bringen. Die Zeit war aufgrund der vielen Stops allerdings nur rund eine Minute schneller als im Vorjahr, die Platzierung mit 33 gesamt und 5. in der Hobbyklasse ok, aber etwas hinter den Vorjahresergebnissen.
Nun mal schauen, wie die Saison weitergeht und was für Rennen mir noch unter die Stollen kommen...

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